Nov 11 2017

Engelbert I. von Isenberg

En­gel­bert von Isen­berg († 1250) war von 1224 bis 1226 zum ers­ten Mal Bi­schof von Os­na­brück. In die­se Zeit fällt die ei­gent­li­che Grün­dung des Hoch­stifts Os­na­brück als welt­li­ches Ter­ri­to­ri­um. We­gen der Be­tei­li­gung an der Er­mor­dung von Erz­bi­schof En­gel­bert I. von Köln muss­te er ab­tre­ten. Ein zwei­tes Mal war er von 1239 bis 1250 Bi­schof.

Familie

Er stamm­te aus dem Ge­schlecht der Gra­fen von Isen­berg, ei­nes Zwei­ges des Ge­schlechts Berg-Al­te­na. Der Va­ter war Ar­nold von Al­te­na. Sei­ne Mut­ter war Mech­tild zu Styrum. Sein On­kel war Erz­bi­schof En­gel­bert von Köln. Sei­ne Brü­der wa­ren Bru­no von Isen­berg, Fried­rich von Isen­berg und Diet­rich III. von Isen­berg, Bi­schof von Müns­ter.

Erste Herrschaftszeit

In sei­ne ers­te kur­ze Re­gie­rungs­zeit fie­len wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen zum Aus­bau des Stifts Os­na­brück. Nach ei­ner Ur­kun­de von Kö­nig Hein­rich er­warb er 1225 die Go­ge­rich­te Os­na­brück, Iburg, Mel­le, Dis­sen, An­kum, Bram­sche, Dam­me und Wie­den­brück. Der Stadt Os­na­brück da­ge­gen über­ließ er die Hälf­te des Burg­ge­richts. Da­mit leg­te er die Grund­la­gen ih­rer Selbst­stän­dig­keit.

Er wur­de be­schul­digt zu­sam­men mit Bi­schof Diet­rich von Müns­ter und An­de­ren an der Er­mor­dung von Erz­bi­schof En­gel­bert I. durch Fried­rich von Isen­berg be­tei­ligt ge­we­sen zu sein. Da er die­sen Ver­dacht nicht wi­der­le­gen konn­te, muss­te er 1226 sein Amt ab­ge­ben. Ohne geist­li­ches Amt hat er nun­mehr die welt­li­chen In­ter­es­sen sei­nes Hau­ses ver­folgt.

Zweite Herrschaftszeit

Ihm folg­te Kon­rad I. von Riet­berg als Bi­schof nach. En­gel­bert von Isen­burg war die Be­tei­li­gung oder Mit­wis­ser­schaft am Mord in­zwi­schen ver­zie­hen wor­den. Da­her wur­de er 1240 er­neut Bi­schof in Os­na­brück. In die­se Pe­ri­ode hat er sich um die Ver­wal­tung des Stifts ge­küm­mert. Klös­ter und an­de­re geist­li­che Ein­rich­tun­gen hat er ge­för­dert und mit Schen­kun­gen ver­se­hen. Die Stadt Os­na­brück blüh­te un­ter sei­ner Herr­schaft. Sie war schließ­lich so selbst­be­wusst, dass sie sich ih­ren Lan­des­her­ren schon wi­der­set­zen konn­te. Auch die Mi­nis­te­ria­len wand­ten sich ge­gen den Bi­schof. De­ren Un­ge­hor­sam konn­te er nur mit Hil­fe des Köl­ner Erz­bi­schofs bre­chen.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel En­gel­bert I. von Isen­berg aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­to­ren ver­füg­bar.

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