Clemens August Josef von Galen zu Assen

Wappen derer von Galen

Wap­pen de­rer von Ga­len

Cle­mens Au­gust Jo­sef von Ga­len zu As­sen (Tauf­na­me: Cle­mens Au­gust Jo­hann Ne­po­muk Jo­sef Ma­ria) (* 13. De­zem­ber 1748 in Müns­ter; † 13. Mai 1820 in Din­kla­ge) war Dros­te im Amt Vech­ta und Oberst­hof­mar­schall im Fürst­bis­tum Müns­ter.

Leben

Herkunft und Familie

Aus dem ur­alten west­fä­li­schen Adels­ge­schlecht von Ga­len, wel­ches zu den be­deu­tends­ten im Fürst­bis­tum Müns­ter zählt, sind zahl­rei­che be­deu­ten­de und nam­haf­te Per­sön­lich­kei­ten her­vor­ge­gan­gen. Im 16. Jahr­hun­dert sym­t­hi­sier­te es teil­wei­se mit der Re­for­ma­ti­on, wur­de spä­ter wie­der ka­tho­lisch. Cle­mens Au­gust Jo­sef von Ga­len wur­de als Sohn des Wil­helm Fer­di­nand von Ga­len zu As­sen und sei­ner Ge­mah­lin So­phie Loui­se von Mer­veldt zu Wes­ter­win­kel (1730–1810) ge­bo­ren und wuchs zu­sam­men mit sei­nem Bru­der Fer­di­nand, sei­ner Schwes­ter Ma­ria (1752–1829, ∞ Cle­mens Au­gust von Ket­te­ler) und sei­nem Halb­bru­der Cle­mens Au­gust Fer­di­nand, der im frü­hen Al­ter von 27 Jah­ren ver­starb, auf. Er hei­ra­te­te am 30. Mai 1775 in Ha­vix­beck Reichs­frei­in Mech­tild So­phia von Twi­ckel zu Ha­vix­beck (1756–171?), Toch­ter des Reichs­frei­herrn Cle­mens Au­gust von Twi­ckel (1721–1792) und So­phia Bern­har­di­na von Le­de­bur zu Pe­rutz und Wi­cheln (1721–1781). Aus der Ehe gin­gen die Töch­ter Cla­ra Thy­ka (* 1780, jung †), Cla­ra Fran­zis­ka (* 1786, † 1809, Stifts­da­me in Wiet­mar­schen), Ma­ria Anna (* 1788, jung †), Fran­zis­ka Ca­ro­li­na (* 1789, jung †) und So­phia Lu­do­vi­ka von Ga­len (1779–1840, ∞ Ma­xi­mi­li­an Fried­rich Hein­rich Ma­ria von Korff) so­wie der Sohn Cle­mens Au­gust Alex­an­der (* 185, jung †) her­vor. Nach Mech­tilds Tod hei­ra­te­te er am 16. Au­gust 1792 in der Schloss­ka­pel­le Ven­ne An­ge­la Anna Ca­ro­li­na von Asche­berg zu Ven­ne (1773–1806), Toch­ter des Jo­hann Mat­thi­as Kas­par Asche­berg zu Ven­ne (1737–1818, preu­ßi­scher Land­rat) und Fran­zis­ka Ma­ria Ca­ro­li­na Jo­se­fa Fer­di­nan­da von Etz­bach zu Lan­gen (1744–1821). Aus die­ser Ehe stam­men die Söh­ne Jo­hann Mat­thi­as und Fer­di­nand. Sei­ne drit­te Ehe­schlie­ßung fand am 13. Sep­tem­ber 1810 in Müns­ter mit Ka­tha­ri­na Fran­zis­ka Frie­de­ri­ke Strae­ter (1777–1840) statt. Die Toch­ter Ma­ria The­re­sa Jo­han­na (* 1811, † 1834) war mit Cas­par Ma­xi­mi­li­an Dros­te zu Vi­sche­ring-Pad­berg) ver­hei­ra­tet. Cle­mens Au­gust wur­de in der Pfarr­kir­che zu Din­kla­ge be­stat­tet und 1837 in der Erb­gruft der Burg­ka­pel­le Din­kla­ge bei­gesetzt.

Werdegang und Wirken

Be­reits im Jah­re 1752 bzw. 1756 wur­den Cle­mens Au­gust die Ga­len­schen Fa­mi­li­en­prä­ben­de -mit päpst­li­cher Dis­pens- in Os­na­brück und Müns­ter über­tra­gen und blieb bis 1770 in de­ren Be­sitz, als er sie nach dem Tod sei­nes Va­ters an sei­nen Bru­der Fer­di­nand Karl ab­gab. An­fang Ja­nu­ar 1756 er­hielt er eine Ton­sur und wur­de auf ein geist­li­ches Le­ben vor­be­rei­tet. 1769 fand die Auf­schwö­rung zur Müns­te­r­i­schen Rit­ter­schaft statt und am 3. De­zem­ber des Jah­res war sei­ne Er­nen­nung zum Dros­ten des Am­tes Vech­ta. Nach dem Tod sei­nes Va­ters leis­te­te er am 27. Ja­nu­ar 1770 den Amts­eid. Er war der letz­te müns­te­r­i­sche Drost in Vech­ta. Im glei­chen Jahr wur­de Cle­mens Au­gust Erb­käm­me­rer. Im An­schluss an eine Aus­bil­dungs­rei­se, die ihn nach Ös­ter­reich, Ita­li­en, Frank­reich, Eng­land und in die Nie­der­lan­de führ­te, wur­de er am 21. Fe­bru­ar 1771 zu­nächst Vize-Obrist­stall­meis­ter, dann im Juni 1775 Obrist­stall­meis­ter. Sei­ne Er­nen­nung zum Ge­hei­men Rat fiel auf den 27. Mai 1775. Er wur­de am 13. Mai 1780 zum Oberst­hof­mar­schall be­för­dert.

Sonstiges

Er kauf­te im Jah­re 1775 von sei­nem ver­schul­de­ten Vet­ter Cle­mens Au­gust von Ga­len (1749-nach 1782) das Gut As­sen.

Ehrungen

Er wur­de am 10. Juli 1815 in den preu­ßi­schen Gra­fen­stand er­ho­ben.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Cle­mens Au­gust Jo­sef von Ga­len zu As­sen aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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