Clara Francisca Antonetta von Westerholt zu Lembeck

Wap­pen de­rer von Wes­ter­holt

Cla­ra Fran­cis­ca An­to­net­ta von Wes­ter­holt zu Lem­beck (* 1694; † 18. Sep­tem­ber 1763 in Lan­gen­horst) war Äb­tis­sin im Stift Fre­cken­horst.

Leben

Herkunft und Familie

Cla­ra Fran­cis­ca An­to­net­ta ent­stamm­te als Toch­ter des Diet­rich Kon­rad von Wes­ter­holt zu Lem­beck (1658–1702) und sei­ner Gat­tin Ma­ria Theo­do­ra von Wald­bott zu Bas­sen­heim ei­ner al­ten west­fä­li­schen Adels­fa­mi­lie. Der Um­bau des Schlos­ses Lem­beck in den Jah­ren 1670 bis 1734 stand maß­geb­lich un­ter der Re­gie der El­tern Cla­ra Fran­si­cas. Die Tor­durch­fahrt zum Schloss trägt des­we­gen ihr ge­mein­sa­mes Wap­pen. Cla­ra Fran­cis­ca hat­te vier Schwes­tern, die alle in eine Gra­fen­fa­mi­lie ein­hei­ra­te­ten.

Werdegang und Wirken

Cla­ra Fran­cis­ca war be­reits seit dem 19. März 1719 im Be­sitz der Ab­tei Lan­gen­horst, als sie am 9. De­zem­ber 1721 vom Kon­vent zur Äb­tis­sin in Fre­cken­horst ge­wählt wur­de. Die­se Wahl wur­de in ei­nem lang­wie­ri­gen und kost­spie­li­gen Pro­zess, der bis 1726 schweb­te, an­ge­foch­ten. Sie un­ter­zeich­ne­te am 20. De­zem­ber 1721 die Wahl­ka­pi­tu­la­ti­on, die am 8. Ja­nu­ar 1722 vom Or­di­na­ri­us be­stä­tigt wur­de. Mit er­heb­li­cher Ver­spä­tung fand der fei­er­li­che Ein­zug erst am 5. No­vem­ber 1743 statt. Grund hier­für war das bau­fäl­li­ge Ab­tei­ge­bäu­de und das lan­ge Zeit dau­ern­de Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren für den Neu­bau. Das Ge­ne­ral­vi­ka­ri­at er­hielt das Bitt­schrei­ben vom Fürst­bi­schof Cle­mens Au­gust am 14. Ja­nu­ar 1738 und dräng­te das Ka­pi­tel auf Zu­stim­mung, die schließ­lich am 18. Juni er­teilt wur­de. Die­se stand un­ter der Be­din­gung, dass die Ver­bind­lich­kei­ten von 6000 Reichs­ta­lern in­ner­halb von 12 Jah­ren zu til­gen sind. Cla­ra Fran­cis­ca konn­te die Kre­di­te nicht zu­rück­zah­len, so dass es zu ei­nem Pro­zess kam, in dem das Ka­pi­tel eine Rei­he von Ab­tei­gü­tern er­hielt. Da­durch ver­schlech­ter­te sich die fi­nan­zi­el­le Lage in der Ab­tei. In ei­nem wei­te­ren Pro­zess kam es zu ei­nem Ver­gleich. Die Äb­tis­sin er­hielt jähr­li­che Ein­künf­te von 7000 Reichs­ta­lern in bar so­wie Na­tu­ra­li­en. Das Ka­pi­tel be­hielt die Gü­ter und die Ein­künf­te. Sie hin­ter­ließ eine er­heb­li­che Schul­den­last.

Das neue Ab­tei­ge­bäu­de steht heu­te noch und trägt das Wap­pen der Äb­tis­sin Cla­ra Fran­cis­ca. Die Nach­fol­ge­rin im Amt war Fran­cis­ca Lu­cia von Korff zu Har­kot­ten und Stör­me­de.

Siehe auch

Fa­mi­li­en­ge­schich­te von Wes­ter­holt

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Cla­ra Fran­cis­ca An­to­net­ta von Wes­ter­holt zu Lem­beck aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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