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Burg Hülshoff
Burg Hülshoff ist eine typische münsterländische Wasserburg. Sie liegt zwischen Havixbeck und dem münsterschen Vorort Roxel und gehört seit 1975 zur Gemeinde Havixbeck. Die Burg ist seit 1417 Stammsitz der Familie Droste zu Hülshoff sowie Geburtshaus der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff.
Baugeschichte und -beschreibung
Die Anlage wurde erstmals im 11. Jahrhundert als Oberhof „Zum Hülshoff“ urkundlich erwähnt. Seit dem Jahr 1417 sind die Herren von Deckenbrock als Besitzer bekannt. Das Herrenhaus wurde unter Heinrich I. von Droste-Hülshoff in den Jahren zwischen 1540 und 1545 erbaut. Es stellt sich bis heute als geschlossene Renaissanceanlage dar, dessen hohe Dreistaffelgiebel schmucklos gehalten sind.
Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Anlage außerdem in Formen des Barock erneuert, umgebaut und erweitert, wobei der Baumberger Sandstein zusammen mit Ziegelmauerwerk zum Einsatz kam. Ergänzt wurden in dieser Zeit insbesondere zwei Türme, der Hundeturm (1580) und der Gärtnersturm (1628). Der Gärtnersturm zeigt ein Reiterrelief, das vermutlich Heinrich II. von Droste-Hülshoff (1597-1666) darstellt.
Das Innere der Herrenhauses wurde am Ende des 18. Jahrhunderts umgebaut, wobei auch die Fenster die heutige Form erhielten. Im 19. Jahrhundert wurde als letzte größere Veränderung die Burgkapelle im neugotischen Stil angebaut.
Annette von Droste-Hülshoff wurde am 12. Januar 1797 auf Burg Hülshoff geboren und verbrachte hier ihre Kindheit und Jugend.
DDu Vaterhaus mit deinen Thürmen,
Vom stillen Weiher eingewiegt,
Wo ich in meines Lebens Stürmen
So oft erlegen und gesiegt, –
Ihr breiten laubgewölbten Hallen,
Wo ewig meine Seufzer wallen
Und meines Fußes Spuren stehen.
Vom stillen Weiher eingewiegt,
Wo ich in meines Lebens Stürmen
So oft erlegen und gesiegt, –
Ihr breiten laubgewölbten Hallen,
Wo ewig meine Seufzer wallen
Und meines Fußes Spuren stehen.
– Annette von Droste-Hülshoff
Lizenz© für die Fotos auf diesen Seiten bestehen bei B. Grosse-Drenkpohl.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Burg Hülshoff aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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