Burg Gemen

Lithographie von der Burg Gemen um 1860von Alexander Duncker

Burg Ge­men um 1860
von Alex­an­der Duncker

Die Burg Ge­men steht in der Müns­ter­län­der Park­land­schaft im frü­he­ren Sumpf­ge­biet der Bo­chol­ter Aa. Auch wenn der Name an­de­res ver­mu­ten lässt, han­delt es sich bei der An­la­ge heu­te um ein Schloss. Sei­ne frü­he­re Schloss­frei­heit gab dem heu­ti­gen Bor­ke­ner Stadt­teil Ge­men in Nord­rhein-West­fa­len sei­nen Na­men.

Das Schloss ent­stand aus dem all­mäh­li­chen Um­bau ei­ner mehr als 900 Jah­re al­ten Was­ser­burg, die von den Edel­her­ren von Ge­men, ei­nem der ein­fluss­reichs­ten west­fä­li­schen Adels­ge­schlech­ter sei­ner Zeit, er­baut wur­de. Es steht auf zwei In­seln, die von ei­nem weit­rei­chen­den Gräf­ten­sys­tem um­flos­sen wer­den. Die Burg war Mit­tel­punkt der Herr­schaft Ge­men.

Bewohner und Besitzer

Mittelalter

962 wur­de ein Hof na­mens Ga­min als Vog­tei­le­hen des Da­men­stifts Vre­den erst­mals ur­kund­lich er­wähnt. Sei­ne da­ma­li­ge Be­sit­ze­rin mit Na­men Mat­hil­de konn­te ihre Ab­stam­mung bis auf Her­zog Wi­du­kind zu­rück­füh­ren. Seit dem Jahr 1100 ist dann mit Bern­hardus die Ghe­me­ne ur­kund­lich be­legt, dass sich die Vre­de­ner Vög­te nach ih­rem Stamm­sitz nann­ten.

Die Ge­schich­te der Her­ren von Ge­men war seit dem 12. Jahr­hun­dert von stän­di­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit den Fürst­bi­schö­fen von Müns­ter ge­prägt, die seit je­ner Zeit auch welt­li­che Lan­des­her­ren die­ser Re­gi­on wa­ren. Um sich ihre Reichs­un­mit­tel­bar­keit zu be­wah­ren, gin­gen die Burg­be­sit­zer im­mer wie­der er­folg­reich wech­seln­de Bünd­nis­se, so zum Bei­spiel mit den Gra­fen und spä­te­ren Her­zö­gen von Kle­ve, dem Erz­bi­schof von Köln und der reichs­frei­en Stadt Dort­mund, ein.

Be­reits in der zwei­ten Hälf­te des 13. Jahr­hun­derts hat­te sich die Herr­schaft Ge­men durch ge­schick­te Hei­rats­po­li­tik und sieg­rei­che Feh­den ge­gen die Nach­barn ter­ri­to­ri­al er­heb­lich er­wei­tert. Als Hein­rich III. von Ge­men 1370 Fa­mi­li­en­ober­haupt wur­de, be­gann der ra­san­te Auf­stieg der Ge­me­ner zu ei­nem der wich­tigs­ten Adels­ge­schlech­ter in West­fa­len. Hein­rich er­warb die Burg von sei­nem Lehns­herrn und mach­te sie so­mit zum Al­lo­di­al sei­ner Fa­mi­lie. Er war es auch, der die An­la­ge bis 1411 wei­ter aus­bau­en ließ. Ein heu­te noch er­hal­te­ner In­schrif­ten­stein nennt ihn und sei­ne Frau Ka­tha­ri­na von Bron­khorst als die Bau­her­ren.

Hein­richs Sohn Jo­hann II. führ­te die Po­li­tik sei­nes Va­ters er­folg­reich fort und konn­te sein Herr­schafts­ge­biet im Wes­ten bis Gel­der­land aus­wei­ten. Als sein Sohn Hein­rich IV. 1492 ohne männ­li­che Er­ben starb, ka­men Burg und Herr­schaft durch Hei­rat der Cor­du­la von Ge­men an den Gra­fen Jo­hann IV. von Hol­stein-Schaum­burg und Stern­berg.

Neuzeit

Des­sen En­kel Jobst II., ein Vet­ter Wil­helms von Ora­ni­en, führ­te ab 1560 die lu­the­ri­sche Re­for­ma­ti­on in Ge­men ein und leg­te so­mit den Grund­stein für eine der äl­tes­ten pro­tes­tan­ti­schen Ge­mein­den West­fa­lens. Weil Jobst II. auch den Frei­heits­kampf der Nie­der­län­der ge­gen das ka­tho­li­sche Spa­ni­en un­ter­stütz­te, wur­de Ge­men 1568 von Fer­nan­do Ál­va­rez de To­le­do, dem Her­zog von Alba, be­la­gert und ge­plün­dert. An­ders er­ging es der Herr­schaft je­doch im Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg. Jobst-Her­mann, dem En­kel Jobsts II., ge­lang es, Ge­men wäh­rend der Kriegs­wir­ren na­he­zu schad­los zu hal­ten.

Als Jobst-Her­mann je­doch im Jahr 1635 un­ver­hei­ra­tet starb, ent­brann­ten Erb­strei­tig­kei­ten um die Herr­schaft, in de­ren Ver­lauf sich Jobst-Her­manns Tan­te, die Grä­fin Agnes von Lim­burg-Styrum, ih­res Zei­chens Äb­tis­sin von Vre­den, durch­set­zen konn­te. Sie trat ihr Erbe kur­ze Zeit spä­ter an ih­ren Nef­fen, Her­mann Otto I. von Lim­burg-Styrum ab. Des­sen Sohn Adolf Ernst von Lim­burg-Styrum ver­such­te er­folg­los, in Ge­men wie­der den Ka­tho­li­zis­mus ein­zu­füh­ren.

1694 ge­lang es dann Her­mann Otto II. von Lim­burg-Styrum den jahr­hun­der­te­lan­gen Streit mit dem Bis­tum Müns­ter um die Lan­des­ho­heit durch ei­nen Pro­zess vor dem Reichs­kam­mer­ge­richt end­gül­tig für sei­ne Fa­mi­lie zu ent­schei­den. Am 15. Sep­tem­ber 1700 kam es an­schlie­ßend zu ei­nem Ver­gleich zwi­schen den bei­den strei­ten­den Par­tei­en und die Herr­schaft wur­de reichs­un­mit­tel­bar. Her­mann-Otto II. war es auch, der die eins­ti­ge Wehr­an­la­ge in ein Schloss um­ge­stal­ten ließ.

1772 wur­de Da­mi­an Au­gust Phil­ipp von Lim­burg-Styrum, Fürst­bi­schof von Spey­er, mit der Herr­lich­keit Ge­men be­lehnt. Als die­ser 1775 dann zu­guns­ten des Gra­fen Fer­di­nand Men­rad von Lim­burg-Styrum-Il­ler­ai­chen auf den Be­sitz ver­zich­te­te, er­hob je­doch auch der Graf Si­mon Au­gust von Lip­pe-Det­mold An­sprü­che auf Ge­men, da sei­ne Fa­mi­lie die Rechts­nach­fol­ge der Gra­fen von Hol­stein-Schaum­burg an­ge­tre­ten hat­te. Er sand­te eine als Bau­ern ver­klei­de­te Ab­tei­lung Sol­da­ten zum Schloss und ließ die­ses im Hand­streich be­set­zen. Erst im Ja­nu­ar 1776 ge­lang den Lim­bur­gern die Rück­erobe­rung der An­la­ge, da ein stren­ger Win­ter die Schloss­grä­ben hat­te zu­frie­ren las­sen und so das Schloss von al­len Sei­ten zu­gäng­lich war.

1800 erb­te Frei­herr Alois Se­bas­ti­an von Bö­mel­berg zu Erolz­heim Burg und Herr­schaft Ge­men. Am 12. Juli 1806 wur­de die Herr­schaft me­dia­ti­siert und in das Fürs­ten­tum Salm ein­ge­glie­dert. Sie ver­lor da­mit ihre Reichs­un­mit­tel­bar­keit und wur­de nur acht Jah­re spä­ter – als Er­geb­nis des Wie­ner Kon­gres­ses – Preu­ßen zu­ge­schla­gen.

Am 24. Mai 1822 er­fuhr die Schloss­an­la­ge ih­ren vor­erst letz­ten Be­sit­zer­wech­sel. In je­nem Jahr er­warb sie Reichs­frei­herr Jo­hann Ignatz Franz von Lands­berg-Ve­len, der am 15. Ok­to­ber 1840 von Kö­nig Fried­rich Wil­helm IV. von Preu­ßen in den Gra­fen­stand er­ho­ben wur­de und sich an­schlie­ßend Graf von Lands­berg-Ve­len und Ge­men nann­te. Sei­ne Fa­mi­lie ist heu­te noch im Be­sitz des Schlos­ses.

Heutige Nutzung

Auf In­itia­ti­ve des da­ma­li­gen Bi­schofs von Müns­ter Cle­mens Au­gust Graf von Ga­len wur­de das Schloss 1946 an das Bis­tum Müns­ter ver­pach­tet, und wird seit­her als des­sen Ju­gend­bil­dungs­stät­te ge­nutzt. Die so­ge­nann­te „Ju­gend­burg Ge­men“ ist weit über die Gren­zen Nord­rhein-West­fa­lens be­kannt und mit über 200 Bet­ten und mehr als 20 Se­mi­nar­räu­men eine der fünf größ­ten Ein­rich­tun­gen die­ser Art in Deutsch­land. Be­treut wird sie in Ver­tre­tung der Kir­che durch den Ka­plan des Schlos­ses. Ne­ben vie­len Kur­sen un­ter­schied­lichs­ter Trä­ger fin­den dort vor al­lem „Tage re­li­giö­ser Ori­en­tie­rung“ un­ter der Be­treu­ung ei­nes Päd­ago­gik-Teams statt. Zu­dem wird sams­tags abends Eu­cha­ris­tie in der Mi­cha­els­ka­pel­le und diens­tags so­wie don­ners­tags je­weils mor­gens (7:45 Uhr) in der von-Ga­len-Ka­pel­le ge­fei­ert.

Ein we­sent­li­cher Schwer­punkt der Ar­beit an der Burg sind die mu­sisch-kul­tu­rel­len An­ge­bo­te. Die­se wur­den be­reits zu Be­ginn der Ar­beit der Ju­gend­burg von en­ga­gie­ren Mu­sik­päd­ago­gen an­ge­regt, die dann zur Grün­dung der „Werk­ge­mein­schaft Mu­sik im Bis­tum Müns­ter e. V.“ ge­führt ha­ben. Jähr­li­che Haupt­ak­ti­vi­tät ist die Chor- und In­stru­men­tal­wo­che, die je­weils in der ers­ten Wo­che der Herbst­fe­ri­en in Nord­rhein-West­fa­len statt­fin­det. Schon seit 1951 tref­fen sich da­bei im Schnitt etwa 120 Per­so­nen, um in ver­schie­de­nen Work­shops ge­ne­ra­tio­nen­über­grei­fend ge­mein­sam Mu­sik zu ma­chen.

Die Burg Ge­men ist heu­te zu­dem Sta­ti­on der 100-Schlös­ser-Rou­te. Der Rad­weg ver­bin­det auf 4 Rund­kur­sen die Schlös­ser im Müns­ter­land.

Baugeschichte

Es kann an­ge­nom­men wer­den, dass die Burg Ge­men im 9. oder 10. Jahr­hun­dert als Mot­te er­rich­tet wur­de. Eine ers­te ur­kund­li­che Er­wäh­nung fin­det sie aber erst im Jahr 1274. Die heu­ti­ge Schloss­an­la­ge ist eine Nach­fol­ge­rin die­ser ers­ten Burg, de­ren Bau­ge­schich­te sich im We­sent­li­chen in fünf Ab­schnit­te glie­dert.

13. Jahrhundert – Ausbau zur Ringburg

Mit­te des 13. Jahr­hun­derts war die Burg un­ter Gos­win von Ge­men zu ei­ner Ring­burg aus­ge­baut wor­den. Der er­rich­te­te run­de Berg­fried, des­sen Fun­da­ment noch heu­te er­hal­ten ist, be­saß zwei Me­ter di­cke Mau­ern und war in­te­griert in eine fast kreis­run­de Ring­mau­er. In­ner­halb der Mau­er wird sich ver­mut­lich ein Wohn­ge­bäu­de be­fun­den ha­ben, je­doch ist die­ses nicht mehr mit Si­cher­heit fest­stell­bar. Von Ar­chäo­lo­gen wird an­ge­nom­men, dass die­se An­la­ge die Nach­fol­ge­rin ei­ner Turm­hü­gel­burg bzw. Mot­te ge­we­sen ist. Zu je­ner Zeit war die da­ma­li­ge Burg­frei­heit – be­stehend aus Häu­sern von Burg­man­nen, Hand­wer­kern und Hö­ri­gen – be­reits auf die Grö­ße des heu­ti­gen Orts­kerns an­ge­wach­sen.

14. Jahrhundert

Ver­mut­lich im 14. Jahr­hun­dert wur­de die Aus­deh­nung der Haupt­burg durch die Er­rich­tung ei­ner neu­en Ring­mau­er fast ver­dop­pelt und er­hielt so­mit ei­nen po­ly­go­na­len Grund­riss. Ein klei­ner zwei­ge­schos­si­ger Pa­las mit ei­ner Grund­flä­che von 8 mal 17,5 Me­tern ge­hör­te eben­so zur Be­bau­ung wie ver­mut­lich ein recht­ecki­ger Wohn­turm im Nor­den. Wel­cher Ge­stalt mög­li­che Ge­bäu­de im Wes­ten der Kern­burg wa­ren, lässt sich heu­te nicht mehr er­mit­teln.

15. Jahrhundert

Un­ter Hein­rich III. er­hielt die Burg Ge­men ihre heu­ti­ge Grö­ße. Bis 1411 ließ er im Wes­ten ei­nen drei­ge­schos­si­gen Pa­las mit gro­ßen Saal und Ge­wöl­be­kel­ler er­rich­ten und stock­te den Ball­turm (den ehe­ma­li­gen Berg­fried) auf vier Ge­schos­se auf. Auch die Er­bau­ung des so­ge­nann­ten Bat­te­rie- oder Ka­pel­len­turms aus Back­stei­nen geht auf ihn zu­rück. Eine Ber­me­mau­er im Sü­den, Wes­ten und Nor­den ver­schaff­te der Ring­mau­er zu­sätz­li­che Sta­bi­li­tät.

16./17. Jahrhundert

Nach ei­ni­gen ge­ring­fü­gi­gen Bau­maß­nah­men im 16. Jahr­hun­dert, wie zum Bei­spiel dem Bau ei­nes Uh­ren­turms im Hof (wohl 1571), er­hielt die An­la­ge un­ter Her­mann-Otto II. von Lim­burg-Styrum um 1700 im We­sent­li­chen ihr heu­ti­ges Er­schei­nungs­bild als Schloss. Durch klei­ne ar­chi­tek­to­ni­sche Ver­än­de­run­gen am go­ti­schen Äu­ße­ren er­hielt Ge­men eine leicht ba­ro­cke Nu­an­ce. Das Por­tal am Nord­flü­gel wur­de im klas­sisch-rö­mi­schen Stil kom­plett neu ge­stal­tet. Eine Be­son­der­heit in West­fa­len sind hier­bei die bei­den das Por­tal flan­kie­ren­den Lö­wen­sta­tu­en, wel­che die Trep­pe ab­wärts schrei­ten. Au­ßer­dem wur­de das Schloss 1692 mit ei­nem gelb­lich ge­färb­ten Putz ver­klei­det und durch wei­ße Farb­stri­che als Fu­gen­tei­lung un­ter­glie­dert. Im In­ne­ren wur­den im Zuge die­ser Bau­maß­nah­men die gro­ßen Zim­mer in klei­ne­re Ka­bi­net­te un­ter­teilt und mit Ka­mi­nen aus­ge­stat­tet so­wie mit Stu­cka­tu­ren ver­se­hen. Als Er­geb­nis exis­tiert auf Schloss Ge­men heut­zu­ta­ge nur noch mit dem so­ge­nann­ten Rit­ter­saal ein grö­ße­rer Saal im nörd­li­chen Teil des west­li­chen Pa­las.

19./20. Jahrhundert

Bau­tä­tig­kei­ten im 19. und 20. Jahr­hun­dert be­schränk­ten sich vor­nehm­lich auf klei­ne­re Um­ge­stal­tun­gen und Mo­der­ni­sie­rungs­ar­bei­ten, da die An­la­ge im Zwei­ten Welt­krieg kei­ne nen­nens­wer­ten Schä­den da­von­trug. Le­dig­lich die Vor­burg er­hielt eine voll­kom­men neue Ge­stalt. Durch ei­nen Brand 1865 wa­ren die al­ten Ge­bäu­de zer­stört, so­dass sie ab 1882 im Stil der Neo-Re­nais­sance neu er­rich­tet wur­den. Im glei­chen Zug wur­de auch der heu­ti­ge re­prä­sen­ta­ti­ve Schloss­zu­gang an­ge­legt.

Die letz­te nen­nens­wer­te Bau­maß­nah­me fand 1950 im Erd­ge­schoss des Ost­pa­las mit Ein­rich­tung der Mi­cha­els­ka­pel­le statt.

Burgherren

Edelherren von Gemen

  • bis ca. 1092 Wer­em­bold I. (* ca. 1035; † nach 1092)
  • ca. 1092 bis ca. 1118 Bern­hard, Sohn Wer­em­bolds I. (* ca. 1065; † nach 1118)
  • ca. 1118 bis ca. 1151 Wer­em­bold II., Sohn Bern­hards (* ca. 1097; † nach 1151)
  • ca. 1151 bis ca. 1163 Lam­bert, Sohn Wer­em­bolds II. (* ca. 1122; † nach 1163)
  • ca. 1163 bis ca. 1203 Is­ra­el, Bru­der Lam­berts (*ca. 1125; † nach 1203)
  • ca. 1203 bis ca. 1234 Hein­rich I., Sohn Is­ra­els (* ca. 1165; † nach 1234)
  • ca. 1234 bis ca. 1250 Gos­win II., Sohn Hein­richs I. (* ca. 1197; † nach 1250)
  • ca. 1250 bis ca. 1280 Gott­fried III., Sohn Gos­wins II. (* ca. 1220; † nach 1287)
  • ca. 1280 bis ca. 1317 Gos­win III., Sohn Gott­frieds III. (* ca. 1245; † nach 1316)
  • ca. 1317 bis ca. 1319 Her­mann I., Sohn Gos­wins III.
  • ca. 1319 bis ca. 1345 Hein­rich II. Sohn Her­manns I.
  • ca. 1345–1368 Jo­hann I., Sohn Hein­richs II. († vor 1369)
  • 1368–1424 Hein­rich III., Sohn Jo­hanns I. († 26. März 1424)
  • 1424–1455 Jo­hann II., Sohn Hein­richs III. (* 1391/1401; † nach 8. März 1458)
  • 1455 bis ca. 1458 Jo­hann II. und Hein­rich IV., Sohn Jo­hanns II. (* nach 1417; † 1492)
  • ca. 1458–1492 Hein­rich IV. Mit dem Tode Hein­richs IV. er­lischt das Ge­schlecht der Edel­her­ren und Dy­nas­ten von Ge­men im Man­nes­stamm.

Hein­rich IV. ver­erbt die Herr­schaft Ge­men an sei­ne Toch­ter Cor­du­la, die sie an ih­ren Mann Jo­hann IV. von Hol­stein-Schaum­burg bringt.

Grafen von Holstein-Schaumburg

  • 1492–1512 Graf Jo­hann IV. von Hol­stein-Schaum­burg-Ge­men
  • 1512–1531 Graf Jobst I. von Hol­stein-Schaum­burg-Ge­men
  • 1531–1581 Graf Jobst II. von Hol­stein-Schaum­burg-Ge­men (führt Re­for­ma­ti­on ein)
  • 1581–1597 (od. 1607) Graf Hein­rich V. von Hol­stein-Schaum­burg-Ge­men
  • 1597 (od. 1607)–1635 Graf Jobst Her­mann von Hol­stein-Schaum­burg-Ge­men

Jobst Her­mann stirbt ehe­los, Ge­men fällt über sei­ne Ver­wand­te Grä­fin Agnes von Lim­burg-Styrum, Äb­tis­sin von Vre­den, an de­ren Nef­fen Her­mann Otto.

Grafen von Limburg

  • 1640–1644 Graf Her­mann Otto I. von Lim­burg-Styrum
  • 1644–1657 Graf Adolf Ernst von Lim­burg-Styrum
  • 1657–1704 Graf Her­mann Otto II. von Lim­burg-Ge­men
  • 1704–1754 Graf Otto Ernst Leo­pold von Lim­burg-Ge­men
  • 1743–1771 Graf Fried­rich-Karl von Lim­burg-Ge­men
  • 1771–1775 Da­mi­an Au­gust Phil­ipp Karl, Fürst­bi­schof von Spey­er
  • 1775–1791 Graf Fer­di­nand Gott­hard Mein­rad von Lim­burg-Styrum zu Il­ler­ai­chen
    • (1775–1776 Be­set­zung durch Lip­pe-Det­mold)
  • 1791–1798 Graf Karl II. Jo­seph Ma­xi­mil­li­an von Lim­burg-Styrum-Il­ler­ai­chen
  • 1798–1800 Graf Fer­di­nand Au­gust Jo­seph Jo­han­nes Ne­po­muk Thad­de­us von Lim­burg-Styrum-Il­ler­ai­chen

Nach dem Tod Fer­di­nand Au­gusts fällt Ge­men über sei­ne Tan­te Isa­bel­la Char­lot­te an de­ren Ehe­mann Frei­herr Ignaz von Bö­mel­berg.

Freiherren von Bömelberg

  • 1800–1822 Frei­herr Alois Se­bas­ti­an von Bö­mel­berg zu Erolz­heim

1806 fällt die reichs­un­mit­tel­ba­re Herr­schaft Ge­men durch die Be­stim­mun­gen der Rhein­bund­ak­te an den Fürs­ten Fried­rich IV. zu Salm-Kyr­burg, 1815 durch den Wie­ner Kon­gress dann an Preu­ßen.

1822 ver­kauft Alois Se­bas­ti­an von Bö­mel­berg die Stan­des­herr­schaft Ge­men an Jo­hann Ignatz Franz von Lands­berg-Ve­len.

Grafen von Landsberg-Velen und Gemen

25-Pf-Briefmarke der Dauermarkenserie Burgen und Schlösser der Deutschen Bundespost (11. Januar 1979)

25-Pf-Brief­mar­ke der Dau­er­mar­ken­se­rie Bur­gen und Schlös­ser der Deut­schen Bun­des­post (11. Ja­nu­ar 1979)

Briefmarkenserie Burgen und Schlösser

Im Jah­re 1977 wid­me­te die Deut­sche Bun­des­post eine Dau­er­mar­ken­se­rie dem The­ma Bur­gen und Schlös­ser. Die im Ja­nu­ar 1979 er­gänz­te Mar­ke mit ei­nem Wert von 25 Pfen­nig bil­det die Burg Ge­men ab. Das Mo­tiv wur­de auch von der Deut­schen Bun­des­post Ber­lin über­nom­men.

Die Mar­ken wer­den un­ter den Mi­chel-Num­mern 996 (BRD) bzw. 587 (Ber­lin) ge­führt und wur­den von Heinz Schil­lin­ger ge­stal­tet.

Fotostrecke Burg Gemen

Lage der Burg Gemen

Lizenz

© Ur­he­ber­recht für die Fo­tos auf die­sen Sei­ten be­stehen bei Bern­hard Gro­ße-Drenkpohl.
Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Burg Ge­men aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­to­ren ver­füg­bar.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://grosse-drenkpohl.de/burg-gemen/

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.

Scroll Up