Bosen (Adelsgeschlecht)

Wappen derer von Bosen (Bose)

Wap­pen de­rer von Bo­sen (Bose)

Bo­sen (auch Bose) ist der Name ei­nes Mi­nis­te­ri­al­ge­schlechts, das erst­mals im 13. Jahr­hun­dert in Her­ford ur­kund­lich er­wähnt wird. Ab dem 14. Jahr­hun­dert be­saß die Fa­mi­lie Gü­ter im Lip­pi­schen Raum. Sie be­sa­ßen im 13. Jahr­hun­dert den Burg­man­nen­hof in Horn und zo­gen 1556 in ein neu­ge­bau­tes Haus in Pömb­sen. Die Bo­sen wa­ren Lehns­män­ner der Ed­len zur Lip­pe.

Das Ge­schlecht ist nicht zu ver­wech­seln mit den säch­si­schen von Bose.

Geschichte

Die Fa­mi­lie Bo­sen wird im 13. Jahr­hun­dert als Mi­nis­te­ria­len der Her­for­der Äb­tis­sin in Lem­go er­wähnt. 1342 ver­pfän­de­te Si­mon I. zur Lip­pe ei­ni­ge Be­sit­zun­gen an Si­verd II. Bo­sen. Sei­ne Söh­ne Si­verd III. und Kon­rad I. tra­ten 1340 in die Det­mol­der Burg­mann­schaft ein. Ab dem 8. Ok­to­ber 1344 dien­te Kon­rad I. Bo­sen Bern­hard V. zur Lip­pe als Burg­mann in Horn. Kon­rad I. schien ein en­ger Ver­trau­ter von Bern­hard V. ge­we­sen zu sein. Bern­hard V. bau­te Horn zu sei­ner Re­si­denz aus. Kon­rad II. über­nahm 1378 das Le­hen von sei­nem On­kel und dien­te der ver­wit­we­ten Ed­len Frau Ri­char­de zur Lip­pe. Die Fa­mi­lie be­saß zu die­ser Zeit den Burg­man­nen­hof in Horn, wel­cher ei­ner der be­deu­tends­te Adels­hö­fe in Lip­pe war. Der Hof war der ein­zi­ge städ­ti­sche Adels­sitz in Horn zu die­ser Zeit, da Horn für den Adel die­ser Zeit eher un­in­ter­es­sant war. Die Fa­mi­lie be­saß wei­te­re Be­sit­zun­gen im Raum Lip­pe, die so­wohl lip­pi­sche Le­hen als auch Al­lo­di­al­be­sitz war. Zwei Stif­tun­gen im 14. Jahr­hun­dert durch Kon­rad I. und Kon­rad II. zeug­ten vom Wohl­stand der Fa­mi­lie. 1556 ver­kauf­te Si­mon Bo­sen den Burg­man­nen­hof an Her­mann von Men­gers und zog in sein neu­erbau­tes Haus in Pömb­sen.

Die Fa­mi­lie Bo­sen be­saß um 1525 und spä­ter um 1620 den Voll­spän­ner­hof Kuhl­mei­er in Horn. Au­ßer­dem re­si­dier­te Kon­rad II. bis zu sei­nem Tod in Lem­go und ver­mach­te sein Haus sei­nem Schwa­ger Hein­rich von Dri­burg. Um 1601 bis min­des­tens 1624 ist Ge­org Bo­sen Stifts­haupt­mann in Pa­der­born. Er schlug 1601 vor Lipp­sprin­ge die Hol­län­der. Die Fa­mi­lie von Bo­sen stell­te im Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg ei­nen Oberst und ei­nen Ritt­meis­ter. Ende des 17. Jahr­hun­derts und An­fang des 18. Jahr­hun­derts stell­te die Fa­mi­lie den Vogt zu San­de­beck und zu Dri­burg.

Wappen

Das Wap­pen zeigt in Gold eine fünf­blätt­ri­ge schwar­ze Rose mit ro­tem (oder gol­de­nem) But­zen. Auf dem Helm ein of­fe­ner gol­de­ner (oder schwar­zen) Flug, je mit ei­ner schwar­zen (oder ro­ten) Rose be­legt, eine drit­te Rose da­zwi­schen.

Wichtige Personen

  • Kon­rad I. Bo­sen zu Horn (* un­be­kannt; † vor 1388), Knap­pe, Burg­mann zu Horn.
  • Kon­rad II. Bo­sen zu Lem­go (* un­be­kannt; † 1388 Lem­go), Knap­pe, Burg­mann zu Horn.
  • Tem­me I. Bo­sen zu Horn (* un­be­kannt; † vor 1487), Burg­mann auf der Fal­ken­burg bei Hei­li­gen­kir­chen.
  • Si­mon I. Bo­sen zu Horn (* un­be­kannt; † vor 1676) ab 1556 zu Pömb­sen ver­hei­ra­tet mit Eva von Grap­pen­dorf.
  • An­ton El­merhaus Bo­sen zu Pömb­sen (* un­be­kannt; † 1622), er wur­de „mord­lich er­schos­sen“. Sein Grab­stein be­fin­det sich an der Au­ßen­wand der Kir­che zu Pömb­sen.
  • Ever­hard Wil­helm von Bo­sen (* un­be­kannt; † 1710), Vogt zu San­de­beck.
  • Bern­hard Wil­helm von Bo­sen (* um 1690; † 21. April 1743 in Dri­burg), Vogt zu Dri­burg.
  • Franz Wil­helm Bo­sen (* 27. Ok­to­ber 1731 in Dri­burg; † 4. Ja­nu­ar 1800 in Bens­berg), Sohn von Bern­hard Wil­helm von Bo­sen, Chir­urg.
  • Jo­hann Wil­helm Bo­sen (* 20. Juli 1836 in Hol­wei­de, Köln; † 29. Fe­bru­ar 1880 in Köln), Ur­en­kel von Franz Wil­helm Bo­sen, er­öff­ne­te 1875 den La­den Ei­sen­wa­ren Bo­sen in Köln Sülz.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Bo­sen (Adels­ge­schlecht) aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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