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Dez 21

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Boeselager

Boeselager, auch Böselager, ist der Name eines deutschen Adelsgeschlechts, das ursprünglich aus dem Erzbistum Magdeburg stammt.

Geschichte

Wappen derer von Böselager

Wappen derer von Böselager

In einer Landfriedensurkunde des Erzbischofs Dietrich von Magdeburg vom 12. April 1363 wurde das Geschlecht erstmals urkundlich erwähnt. Sie nennt den Boseleger mit dren buren zu Stemmern bei Magdeburg als erzstiftlich. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts beginnt mit Henning Boseleger, Lehnsträger eines Rittergutes zu Wolmirsleben, im Jahr 1466 die ununterbrochene Stammreihe.

Nachdem seine Nachkommen auf dem Ritterhof noch bis 1562 saßen, begründeten sie in den folgenden Jahren zwei Linien in der Grafschaft Mansfeld. Eine Linie nahm das Rittergut Meisberg, die andere das Gut Quenstedt in Besitz. Beide gehörten zur Ritterschaft der Mansfelder Grafen. Eine weitere Linie fand im friesischen Jeverland eine neue Heimat. Diese Linie erlangte großen Einfluss und reiche Besitztümer und breitete sich im Laufe der Zeit immer weiter aus. So konnte sie unter anderem um 1600 Honeburg bei Osnabrück, 1654 Eggermühlen und 1672 Grumsmühlen (heute ein Ortsteil der Gemeinde Langen) erwerben.

Weiter nach Süden vordringend, kauften Angehörige des Geschlechts 1682 das Gut Haus Nehlen in Welver-Berwicke und 1754 das Schloss Höllinghofen in Arnsberg-Voßwinkel und erlangten in den nächsten Jahren auch noch die Herrschaft Heessen mit dem Schloss Heessen sowie die Rittergüter Wolfsberg, Dahl, Kurl und Middelburg in Westfalen. Im 19. Jahrhundert kamen noch die Rittergüter Peppenhoven, Heimerzheim (heute Teil der Gemeinde Swisttal) mit der Burg Heimerzheim und dem ehemaligen Kloster Schillingscapellen, der vormalige Belderbuscher Hof (nunmehr Boeselager Hof) in Bonn, die Burg Kreuzberg und Selikum (heute ein Ortsteil der Gemeinde Neuss) im Rheinland dazu.

Drei im 17. Jahrhundert neu gegründete Linien, deren Mitglieder verschiedenen westfälisch-rheinischen Ritterschaften angehörten, trugen daraufhin den Freiherrentitel gewohnheitsrechtlich. Die älteste dieser Linien, die Honeburger, erlosch allerdings schon im Jahre 1793. Eine königlich preußische Bestätigung des Freiherrenstandes erhielten die Angehörigen der Linie Heeßen am 20. Dezember 1823, die Angehörigen der Linie Eggermühlen trugen den Freiherrentitel nach Gewohnheitsrecht.

Besitzungen

Wappen

Das Wappen zeigt in Gold zwei gekreuzte blaue Schaufeln mit roten Stielen. Auf dem Helm mit blau-goldener Decke befinden sich drei Lilienstäbe mit der Farbfolge gold-blau-gold. Wappenspruch: „Et si omnes, ego non.“

Bekannte Namensträger

  • Joachim von Boeselager (1608–1668), Diplomat
  • Henrich von Böselager († 4. Dezember 1693), Komtur der Kommende Malenburg des Deutschen Ordens (1692/93)
  • Caspar II. von Böselager-Honeburg (1687–1758), Abt von Corvey (1737–1758)
  • Maximilian Anton von Boeselager (1775–1821), 1811 Maire (Bürgermeister), 1813–1821 Stadtdirektor in Münster
  • Karl Freiherr von Boeselager (1848–1890), Jesuitenpater und Professor der Geschichte an der Universität von Bombay
  • Adele von Boeselager (Ada von Boeselager; 1905–1973), Kunstmalerin und Schriftstellerin
  • Clemens Freiherr von Boeselager (1907–1981), deutscher CDU-Politiker
  • Hermann-Josef Freiherr von Boeselager (1913–1963), deutscher CDU-Politiker
  • Georg Freiherr von Boeselager (1915–1944), deutscher Offizier und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
  • Georg Freiherr von Boeselager (Bankier) (* 28.04.1951 in Kreuzberg), Aufsichtsratsvorsitzender Merck Finck
  • Philipp Freiherr von Boeselager (1917–2008), deutscher Offizier und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
  • Wolfhard Freiherr von Boeselager (* 1936), deutscher Unternehmer, Land-, Forst- und Immobilienbesitzer
  • Csilla Freifrau von Boeselager (1941–1994), Dame des Malteserordens, Gründerin der „Csilla von Boeselager Stiftung Osteuropa-Hilfe e.V.“, „Engel von Budapest“
  • Ilka von Boeselager, (* 1944), deutsche CDU-Politikerin und Landtagsabgeordnete
  • Dela von Boeselager (* 1942), deutsche Archäologin, Kunstwissenschaftlerin und Autorin
  • Albrecht Freiherr von Boeselager (* 1949), Mitglied der Ordensregierung des Malteserordens
  • Katalin Pitti von Boesenlager (* 1951), ungarische Opernsängerin im Stimmfach Sopran

Lizenz

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Boeselager aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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2 Kommentare

  1. AnnA

    Wow, danke vielmals (eine meiner Lieblingsfamilie)!

    1. AnnA

      …Familien..:(

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