Böckenförde genannt Schüngel

Wappen der von Böckenförde gen. Schüngel

Wap­pen de­rer von Bö­cken­för­de gen. Schün­gel

Bö­cken­för­de ge­nannt Schün­gel (auch Bo­cken­för­de, Bo­cken­vo­er­de, Schun­gel, auch Schun­gel von Be­chen­ro­da) war ein al­tes west­fä­li­sches Adels­ge­schlecht.

Besitzungen

Sei­nen Stamm­sitz hat­te das Ge­schlecht in Bo­cken­för­de bei Lipp­stadt. Die­sen Be­sitz hat­te es be­reits um 1244 inne. Es be­saß spä­ter auch Haus Echt­hau­sen oder Schloss Wock­lum. In Ne­heim hat­te es zu­dem ein Burg­man­nen­haus zu Le­hen, spä­ter im Ei­gen­be­sitz. Die­ses Haus Ne­heim war Keim­zel­le der Stadt und ging im 18. Jahr­hun­dert auf die Fa­mi­lie Fürs­ten­berg über. Dem Ge­schlecht ge­hör­te zeit­wei­se auch Haus He­mer. Seit 1400 be­saß es bis zum Aus­ster­ben die­ser Li­nie das Rit­ter­gut Oeving­hau­sen bei Walt­rin­gen. Zeit­wei­se be­fand sich auch Haus Bruch­hau­sen im Be­sitz der Fa­mi­lie Bö­cken­för­de ge­nannt Schün­gel. In Bal­ve be­saß die Fa­mi­lie eine Grab­le­ge.

Geschichte

Ein Hein­rich von Bö­cken­för­de war 1440 Land­meis­ter des Deut­schen Or­dens in Liv­land. Jo­han von Schun­gel war 1510 kur­köl­ner Amt­mann in Arns­berg. Zahl­rei­che An­ge­hö­ri­ge wa­ren seit dem Mit­tel­al­ter Dros­te des Am­tes Werl. Al­bert von Schün­gel war um 1370 da­ne­ben auch Drost des Am­tes Bal­ve und wird als Rat des Erz­bi­schofs von Köln ge­nannt. Die Fa­mi­lie be­hielt das Amt bis zum Ende des 16. Jahr­hun­derts. Im Her­zog­tum West­fa­len stell­te die Fa­mi­lie meh­re­re Landd­ros­ten. Die­se wa­ren da­mit welt­li­che Stell­ver­tre­ter des Kur­fürs­ten von Köln in de­ren west­fä­li­schem Lan­des­teil.

Als Teil des west­fä­li­schen Stifts­adels brach­te das Ge­schlecht zahl­rei­che Ka­no­ni­ker viel­fach in Hil­des­heim und an­de­re geist­li­che Wür­den­trä­ger her­vor. Hein­rich von Bo­cken­för­de war 1415 Abt von Klos­ter Ber­ge bei Mag­de­burg. Ein Ger­win von Schün­gel war bis 1455 Vor­ste­her („Propst“) des Klos­ters We­ding­hau­sen. Ein un­ge­wöhn­li­cher Fall war Jo­hann Chris­toph von Bo­cken­för­de, der 1521 in tür­ki­schen mi­li­tä­ri­schen Diens­ten stand, in ers­ter Ehe eine Tür­kin und in zwei­ter Ehe eine Fran­zö­sin hei­ra­te­te, ehe er nach de­ren Tod Mönch im Klos­ter Lies­born wur­de.

Folgt man Kneschke soll das Ge­schlecht in West­fa­len im 18. Jahr­hun­dert er­lo­schen sein. Tat­säch­lich hat es zu­min­dest bis in das 19. Jahr­hun­dert hin­ein noch eine Li­nie in Echt­hau­sen ge­ge­ben. Auch in Liv­land hat es zu­min­dest noch An­fang des 19. Jahr­hun­derts An­ge­hö­ri­ge des Ge­schlechts ge­ge­ben.

Wappen

In Weiß ein ro­ter Bal­ken aus dem oben ein grü­ner Baum her­aus­wächst. Auf dem Helm ein rot­wei­ßer Wulst, dar­über of­fe­ner wei­ßer Flug mit dem Bal­ken be­legt, da­zwi­schen der Baum aus dem Wulst her­vor­wach­send.

Personen

  • Al­bert von Schün­gel (* um 1344; † 1414/1421), Rat des Erz­bi­schofs von Köln
  • Hein­rich von Bo­cken­för­de war 1415 Abt von Klos­ter Ber­ge bei Mag­de­burg
  • De­gen­hard von Schün­gel (* um 1372; † 1440), wur­de am 24. Au­gust 1420 zum Wer­ler Drost ver­ei­digt.
  • Ger­win von Schün­gel war bis 1455 Propst des Klos­ters We­ding­hau­sen
  • Hein­rich von Bö­cken­för­de war 1435–1437 Land­meis­ter in Liv­land
  • Jo­hann von Bö­cken­för­de (* um 1460; † 1545) war Landd­rost des Her­zog­tums West­fa­len
  • Hen­ning von Bö­cken­för­de gen. Schün­gel war um 1541–1561 Landd­rost im Her­zog­tum West­fa­len.
  • Ge­org Ernst von Bö­cken­för­de gen. Schün­gel zu Echt­hau­sen war 1685–1719 Landd­rost im Her­zog­tum West­fa­len

Lizenz

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