Bocholtz (Adelsgeschlecht)

Stammwappen der von Bocholtz

Stamm­wap­pen de­rer von Bo­choltz

Bo­choltz (auch Bucholtz) ist der Name ei­nes al­ten nie­der­rhei­ni­schen Adels­ge­schlechts. Der Stamm­sitz der Her­ren von Bo­choltz war die gleich­na­mi­ge Burg Bo­cholt in Lob­be­rich, heu­te ein Stadt­teil von Net­te­tal im Kreis Vier­sen.

Geschichte

Als ei­ner der ers­ten Ver­tre­ter des Ge­schlechts er­scheint Wi­bracht de Bo­chol­te in den Jah­ren 1127 und 1131 ur­kund­lich. Er war Mi­nis­te­ria­ler und Le­hens­mann der Gra­fen von Gel­dern. Die un­un­ter­bro­che­ne Stamm­rei­he be­ginnt im 14. Jahr­hun­dert.

Schon früh bil­de­ten sich zwei Stäm­me, die sich vor al­lem in nie­der­rhei­ni­schen Ge­bie­ten an­sie­del­ten. Ein Stamm be­hielt den Stamm­sitz Burg Bo­choltz bis in das 18. Jahr­hun­dert und bil­de­te die Äste zu Wald­niel, Lüt­tel­forst, Busch und In­gen­ra­ed bei Wach­ten­donk. Zum zwei­ten Stamm ge­hör­ten un­ter an­de­rem die Li­ni­en auf Burg In­gen­ho­ven im Net­te­ta­ler Stadt­teil Lob­be­rich, Bro­eck, Horst und Ton­ger­lo. Die Haupt­li­nie Bo­choltz zu In­gen­ho­ven er­losch im 18. Jahr­hun­dert. Eben­so die Li­nie zu Bro­eck bzw. Orey.

Rein­hard von Bo­choltz aus dem Haus In­gen­ho­ven war von 1555 bis 1585 Fürst­abt im Klos­ter Cor­vey. Im Jah­re 1575 hei­ra­te­te Diet­rich von Bo­choltz aus dem Haus In­gen­ho­ven Eli­sa­beth von Hör­de, Er­bin von Schloss Stör­me­de. Durch die­se Ver­bin­dung ge­lang­ten die Bo­choltz nach West­fa­len. An die­se Li­nie fie­len wäh­rend des 18. Jahr­hun­derts noch wei­te­re Be­sit­zun­gen, so un­ter an­de­rem Alme bei Bri­lon durch die Hei­rat des Stamm­hal­ters mit der Erb­toch­ter des Ge­schlechts von Me­sche­de. Von 1687 bis 1820 war Schloss Hen­ne­cken­ro­de bei Hil­des­heim im Be­sitz der Fa­mi­lie.

Nach ei­ner Ver­bin­dung der Erb­toch­ter der west­fä­li­schen Li­nie der As­se­burg 1793 ka­men auch de­ren Gü­ter Hin­nen­burg bei Bra­kel und Wall­hau­sen am Kyff­häu­ser dazu; seit 1803 hieß die­se Li­nie Gra­fen von Bo­choltz-As­se­burg.

Die Söh­ne des im Jah­re 1803 in den preu­ßi­schen Gra­fen­stand er­ho­be­nen Frei­her­ren Theo­dor Wer­ner von Bo­choltz zu Alme, der Frei­her­ren­ti­tel wur­de ge­wohn­heits­recht­lich schon län­ger ge­tra­gen, bil­de­ten zwei wei­te­re Äste. Der äl­te­re auf Alme trug seit 1793 den Na­men Bo­choltz-Me­sche­de und der jün­ge­re auf Hin­nen­burg den Na­men Bo­choltz-As­se­burg.

  • Burg In­gen­ho­ven
  • Schloss Stör­me­de (um 1900)
  • Schloss Alme
  • Schloss Hen­ne­cken­ro­de
  • Schloss Hin­nen­burg

Wappen

Das Stamm­wap­pen zeigt in Grün drei (2:1) sil­ber­ne Leo­par­den­köp­fe mit aus­schla­gen­der ro­ter Zun­ge. Auf dem Helm mit grün-sil­ber­nen De­cken ein sil­ber­ner Schwa­nen­hals.

Bekannte Namensträger

  • Rei­ner von Bo­choltz († 1585), Abt des Klos­ters Cor­vey
  • Ed­mund Gott­fried von Bo­choltz († 1690), ab 1657 Land­kom­man­dant der Kom­men­de Al­den Biesen
  • Die­te­rich von Bo­choltz (1797–1861), Herr auf Nie­sen und Alme
  • Di­ede­rich von Bo­choltz-As­se­burg (1812–1892), Mit­glied des Preu­ßi­schen Her­ren­hau­ses
  • Wil­helm von Bo­choltz-Me­sche­de (1833–1890), west­fä­li­scher Rit­ter­guts­be­sit­zer so­wie Mit­glied des Reichs­tags des Nord­deut­schen Bun­des und des Zoll­par­la­ments

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Bo­choltz (Adels­ge­schlecht) aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://grosse-drenkpohl.de/bocholtz-adelsgeschlecht/

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll Up