Bischopinck

Wappen derer von Bischopinck

Wap­pen de­rer von Bi­scho­pinck

Bi­scho­pink (Bi­scho­pinck, Biss­cho­pinck, Bi­scho­ping) ist der Name ei­nes west­fä­li­schen Adels­ge­schlech­tes (Mi­nis­te­ria­le) aus Müns­ter. Die Bi­scho­pincks ge­hör­ten als Nach­fah­ren der vom Bi­schof ein­ge­setz­ten Ver­wal­ter der bi­schöf­li­chen Ku­rie zu den Erb­män­nern der Stadt Müns­ter und hat­te eine gro­ße po­li­ti­sche Be­deu­tung, ihre Mit­glie­der be­klei­de­ten zahl­rei­che hohe Äm­ter (Bür­ger­meis­ter, Stadt­rich­ter, Wein­herr, Weih­bi­schof etc.). Spä­ter wur­den Bi­scho­pincks Lehns­neh­mer im Müns­ter­land (ab dem 14. Jahr­hun­dert) und Sauer­land (ab dem 17. Jahr­hun­dert) so­wie Pa­tri­zi­er in Dort­mund (ab dem 14. Jahr­hun­dert).

Name

Der Name ist zu­rück­zu­füh­ren auf den bi­schöf­li­chen Hof zu Müns­ter („Bis­ping­hof“). Der Bis­ping­hof, ur­sprüng­lich Bi­scho­pinks­hof, ist ei­ner der vier Höfe, auf de­ren Ge­biet spä­ter die Stadt Müns­ter ent­stand. Der Bis­ping­hof dien­te der Ver­sor­gung der Dom­burg, war aber auch Sitz meh­re­rer Burg­man­nen. Ihm stand ein vom Bi­schof ein­ge­setz­ter Ver­wal­ter vor, der sog. vil­li­cus. Die­ser war Mi­nis­te­ria­le, d.h. Dienst­mann der Fürst­bi­schö­fe zu Müns­ter. Die En­dung -ing und ähn­li­che Schreib­wei­sen drückt eine Zu­ge­hö­rig­keit, eine Ab­hän­gig­keit aus. Der Name Bi­scho­pinck be­deu­tet da­her „Mann des Bi­schofs“. Der Vil­li­cus war auch der An­füh­rer der Burg­mann­schaft und übte die Ge­richts­bar­keit auf dem Bis­ping­hof aus. Das Amt war erb­lich. Um 1245 wur­de das Amt des vil­li­cus ab­ge­schafft. An der Stel­le des Bis­ping­ho­fes be­fin­det sich heu­te das Straf­recht­li­che Se­mi­nar der Uni­ver­si­tät.

Geschichte

Die Erb­män­ner Bi­scho­pinck in Müns­ter

Be­reits im Jah­re 1092 wird das äl­tes­te Mit­glied der Fa­mi­lie, Go­des­ca­lus de Bi­sco­ping­ho­ve, er­wähnt. Zwi­schen 1190 und 1234 wur­de ein „Go­de­fri­dus de cu­ria epi­scopi vi­li­cus scul­te­rus“ er­wähnt, was mit „Gott­fried, Ver­wal­ter und Schult­heiß des bi­schöf­li­chen Ho­fes“ über­setzt wer­den kann. 1213 nann­te sich die­ser auch „Go­des­cal­cus de Bi­scopinchof“.

Go­de­co Bi­scop folg­te 1259.

Go­de­fri­dus bzw. Gott­fried Bi­scop (II.) wur­de von 1267 bis 1282 er­wähnt.

Eg­bert Bi­scop, des­sen Sohn, war mit ei­ner Frau von Bock­hol­te ver­hei­ra­tet.

Jo­hann und Ever­hardt Bi­scop wur­den 1301 als de­ren Söh­ne er­wähnt.

Ber­told Bi­scopi­ne († 1347) wur­de 1307 als Zeu­ge er­wähnt. Er er­scheint am 24. No­vem­ber 1310 ur­kund­lich als Bür­ger­meis­ter der Stadt Müns­ter. Sei­ne Frau hieß Eli­sa­beth.

Bert­hol­dus Bi­scopinck (II.), de­ren Sohn, wur­de 1379–1388 er­wähnt und war Rats­herr in Müns­ter.

Borg­hard von Bi­scho­pink, Ehe­mann der Jut­ta von Hamm, war 1352 Herr auf Haus Kal­den­hof öst­lich von Müns­ter. Im Jah­re 1392 wird die Fa­mi­lie mit Haus Vö­ge­ding west­lich von Müns­ter be­lehnt. Zu­vor sol­len die Bi­scho­pink be­reits Haus Dyck­burg be­ses­sen ha­ben.

Evert Bi­scho­pinck, Bert­holds Sohn, wur­de 1379–1403 als Schöf­fe er­wähnt. Er hei­ra­te­te Eli­sa­beth von Bock. Die von Bock wa­ren eben­falls Erb­män­ner mi­nis­te­ria­len Ur­sprungs. Die Erb­män­ner hei­ra­te­ten im Mit­tel­al­ter aus­schließ­lich Mit­glie­der an­de­rer müns­te­ra­ner Erb­män­ner­fa­mi­li­en oder An­ge­hö­ri­ge des nicht­erb­män­ni­schen Land­adels.

Arndt (Ar­nold) Bi­scho­pinck war 1408–1416 fürst­bi­schöf­li­cher Stadt­rich­ter bei­der­seits der Aa. Er wohn­te auf der Salz­stra­ße. Sei­ne Frau hieß Chris­ti­ne.

Evert Bi­scopinck (II.), ihr Sohn, wur­de 1440–1469 als Rats­herr zu Müns­ter er­wähnt. Sei­ne Frau hieß Eli­sa­beth.

Jo­hann Bi­scopinck (II.), ihr Sohn, stu­dier­te 1440 in Er­furt. Mit sei­ner ers­ten Frau Ger­trud von Cle­vorn aus erb­män­ni­scher Fa­mi­lie hat­te er ei­nen Sohn, Jo­hann und eine Toch­ter, die auf Bit­te von Bi­schof Hein­rich von Mo­ers Mit­glied des Zis­ter­zi­en­se­rin­nen­kon­ven­tes St. Ae­gi­dii in Müns­ter wur­de. 1479 war er Herr auf Haus Geist vor Müns­ter. Durch sei­ne zwei­te Frau, Re­gu­la von Ah­len, wur­de er Burg­mann zu Ah­len.

Jo­hann Bi­scopinck (III.), sein Sohn aus ers­ter Ehe, hei­ra­te­te Ale­ke von Drol­s­ha­gen aus dem Haus Lüt­ken­beck. Er war 1466 Herr zu Haus Dahl. Sei­ne Frau stamm­te aus ei­ner Fa­mi­lie der hes­si­schen Rit­ter­schaft, die in das Erb­män­ner­tum über­ging.

Jo­hann Bi­scopinck (IV.) († 1510), ihr Sohn, hei­ra­te­te Elis­bath Rich­mo­dis von Wa­ren­dorf, Er­bin zu Get­ter aus dem Hau­se Groß-Get­ter aus erb­män­ni­scher Fa­mi­lie. Er wur­de 1472 mit Ue­ding in Han­dorf be­lehnt und be­saß zu­dem die Höfe Var­wick, Dieck­hoff (West­be­vern), All­har­ding, Haus Grol­le, Gren­trup und ein Haus in Müns­ter. 1483, 1484, 1488 und 1491 war er Rich­ter in Müns­ter. 1495 kauf­te er von Otto von Gro­te­haus das Gut Gro­ße-Rumphorst.

Bert­hold Bi­scho­pinck (III.) († 1534), ihr Sohn, hei­ra­te­te Anna von As­pel­kamp. Sei­ne Frau stamm­te aus ei­ner Fa­mi­lie der Ra­vens­ber­ger Rit­ter­schaft. Er wur­de 1500–1526 als Burg­mann zu Telg­te und Herr auf Rumphorst, Dieck­hoff und All­har­ding so­wie er­wähnt. Ein Epi­taph mit der Sze­ne „Ecce homo“ in der Kir­che St. Mau­ritz, ge­schaf­fen 1534 von Jo­hann Bra­ben­der er­in­nert noch an ihn.

Bert­hold Bi­scho­pinck (IV.) († 1611) wur­de 1559–1598 er­wähnt. Er hei­ra­te­te Eli­sa­beth von Kercke­rinck zur Borg und be­erb­te sei­nen Va­ter als Burg­mann zu Telg­te und Herr auf Rumphorst, Dieck­hoff und Al­har­ding. Die Frei­her­ren von Kercke­rinck zur Borg sind eine noch blü­hen­de Eb­män­ner­fa­mi­lie, die nach den Bi­scho­pink den Bis­ping­hof be­sa­ßen.

Jo­hann Bi­scho­pinck (V.) († 1609), ihr Sohn, war Ka­no­ni­ker an St. Mar­ti­ni in Müns­ter. Er war ver­hei­ra­tet mit Mar­ga­re­the Sme­des (Schme­ding). Die­se wird in äl­te­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen fälsch­lich als sei­ne Kon­ku­bi­ne be­zeich­net. Er war je­doch kein zum Zö­li­bat ver­pflich­te­ter Kle­ri­ker, son­dern zog nur die Pfrün­de. Er konn­te da­her recht­mä­ßig hei­ra­ten, was ur­kund­lich be­legt ist.

Jo­hann VI. Bi­scho­pinck (VI.) (1585–1659), ei­ner der Söh­ne, war Li­cen­ci­at bei­der Rech­te und Kur­ge­nos­se des Ra­tes der Stadt Müns­ter. Sei­ne Fa­mi­lie hat­te Be­sitz am al­ten Fisch­markt, auf der Her­ren-Stra­ße und am Al­ten Stein­weg in Müns­ter. 1612 hei­ra­te­te er Eli­sa­beth von Bock aus der erb­män­ni­schen Fa­mi­lie und be­kam mit ihr fünf Söh­ne, u.a Jo­hann (* 1613) und Al­brecht Ger­hard.

Jo­hann wur­de zu­nächst Ge­ne­ral­vi­kar und Of­fi­zi­al im Fürst­bis­tum Os­na­brück. Er war wäh­rend der Ver­hand­lun­gen zum West­fä­li­schen Frie­den in Os­na­brück die rech­te Hand sei­nes Fürst­bi­schofs Graf Franz von War­ten­berg. Da die­ser sich häu­fig in sei­nem zwei­ten Fürst­bis­tum Re­gens­burg auf­hielt, muss­te Jo­hann re­gel­mä­ßig schrift­lich über die Ver­hand­lun­gen be­rich­ten. Der Brief­wech­sel zwi­schen von War­ten­berg und Jo­hann stellt eine be­deu­ten­de his­to­ri­sche Quel­le dar. Jo­hann ver­trat auch das Fürst­bis­tum Os­na­brück so­wie vier wei­te­re geist­li­che Ter­ri­to­ri­en bei den Ver­hand­lun­gen. 1657 wur­de Jo­hann Ti­tu­lar­bi­schof von Au­re­lio­po­lis und Weih­bi­schof von Os­na­brück. Fer­ner war er der ers­te Me­tro­po­li­tan­vi­kar von Os­na­brück. Als sol­cher nahm er wäh­rend der Herr­schaft ei­nes evan­ge­li­schen Fürst­bi­schofs die Auf­ga­ben des ka­tho­li­schen Bi­schofs wahr. Er starb am 19. Sep­tem­ber 1667 und wur­de in der Kir­che St. Jo­hann in Os­na­brück bei­gesetzt.

Die Erb­män­ner­fa­mi­lie von Biss­cho­pinck nahm auch an dem sog. Erb­män­ner­pro­zess teil. Das Dom­ka­pi­tel und die Rit­ter­schaft zu Müns­ter woll­ten die Erb­män­ner im spä­ten 14. Jahr­hun­dert nicht mehr als Mit­glie­der auf­neh­men, da sie im Mit­tel­al­ter auch städ­ti­sche Äm­ter in­ne­hat­ten und durch Fern­han­del im Rah­men der Han­se reich ge­wor­den wa­ren. Wäh­rend der Pro­zess­dau­er von fast 160 Jah­ren wur­de der Fa­mi­lie von Bi­scho­pink und auch den an­de­ren Erb­män­ner­fa­mi­li­en durch meh­re­re Ur­tei­le der Rö­mi­schen Rota, des Reichs­kam­mer­ge­richts so­wie letzt­lich durch Kai­ser Jo­sef II. ihr stifts­fä­hi­ger und rit­ter­bür­ti­ger Ur­adel be­stä­tigt.

Amtsverwalter und Rittergutsbesitzer im Sauerland seit 1651

Al­brecht Ger­hard (Al­bert) Bi­scho­pinck (1620–1680), zwei­ter Sohn von Jo­hann VI. Bi­scho­pinck aus Müns­ter, stu­dier­te 1648 in Köln und wur­de 1651 An­walt und No­tar des Bern­hard von Plet­ten­berg zu Len­hau­sen. 1662–1680 war er chur­köl­ni­scher Rent­meis­ter und Amts­ver­wal­ter in Bil­stein und seit 1675 zu­sätz­lich Go­graf des Am­tes Fre­de­burg. Er sie­gelt mit dem Wap­pen der müns­ter­schen Erb­män­ner-Fa­mi­lie: im Schil­de drei Li­li­en, auf dem Hel­me zwei Flü­gel. 1676 sie­gelt er mit ei­nem an­de­ren, je­doch ähn­li­chen Wap­pen, gleich­falls mit drei Li­li­en. Am 20. Ok­to­ber 1680 starb er in Bil­stein. Er war in ers­ter Ehe mit Eli­sa­beth von Stock­hau­sen, Toch­ter des Go­gra­fen Fried­rich von Stock­hau­sen, und in zwei­ter Ehe mit Anna Mar­ga­re­te von Dü­cker in Kirch­vei­sche­de ver­hei­ra­tet.

Jo­hann Fried­rich (von) Bi­scopinck (1656–1729), sein äl­tes­ter Sohn aus der Ehe mit Eli­sa­beth von Stock­hau­sen, war 1675 Stu­dent in Pa­der­born und 1676 Stu­dent in Mar­burg. 1681 hei­ra­te­te er in Es­lo­he Su­san­na Ca­tha­ri­na von Schle­dorn, Toch­ter des Ernst Jobst von Schle­dorn und Ehe­frau Theo­do­ra Gui­da von Neu­hoff auf Haus Nie­der­mar­pe bei Es­lo­he und zog in ihr Haus. 1684 ver­pach­te­ten sie den Hof Fre­de­beil bei Reis­te an die Ehe­leu­te Jost Nie­der und Anna Willcke. Herr Fre­de­beil be­stä­tig­te dem Schrei­ber, dass sie den Zehn­ten an Bi­scho­pincks ab­ge­führt ha­ben. 1691 be­lehnt Graf Se­bas­ti­an von Hatz­feld zu Wil­den­burg und Crot­torf Jo­hann Fried­rich Bi­scho­pinck mit dem Rit­ter­gut Cob­ben­ro­de (cas­trum Cob­ben­ra­then­se) und dem zu­ge­hö­ri­gen Kot­ten­gut „un­term Pa­pe­loh“. Die Fa­mi­lie Bi­scho­pinck nahm nun ih­ren Wohn­sitz in Cob­ben­ro­de und nann­te sich seit­dem „von Bi­scho­pinck zu Cob­ben­ro­de“. Auch der Name „von Bi­scho­pink, Frei­herr zu Cob­ben­ro­de“ wur­de un­be­an­stan­det ge­wohn­heits­recht­lich ge­führt. 1700 erb­ten sie das Schle­dorn­sche Gut in Nie­der­mar­pe, das dem Erz­bi­schof von Köln und dem Ka­pi­tel Bea­tae Ma­riae Vir­gi­nia ad gra­dus lehns­pflich­tig war. Laut Spe­zi­fi­ka­ti­on be­stand es aus „32 Mal­ter Acker über Schul­ten Län­dern, oben an dem Wald und bis an das Schwar­ze­sie­pen an­rei­chend, 23 Fu­der Wie­sen und 27 Mal­ter Ber­ge und Ha­gen“. 1717 heißt es im Kopf­schatz­re­gis­ter, dass der Va­ter Joan Fried­rich Bi­scho­pinck seit über 12 Jah­ren bett­lä­ge­rig sei, der äl­tes­te Sohn in Prag stu­die­re, der zwei­te in müns­ter­schen Kriegs­diens­ten ste­he, der drit­te zu Hau­se sei und der vier­te stu­die­re. Das Re­gis­ter nennt noch drei Töch­ter. 1729 starb Jo­hann Fried­rich und wur­de in Es­lo­he be­gra­ben. Sei­ne Frau Su­san­na Ca­tha­ri­na von Schle­dorn starb 1737.

Jo­hann Adolf von Bi­scho­pinck (1685–1770), der äl­tes­te Sohn der acht Kin­der Jo­hann Fried­richs, wur­de 1724 mit dem Schle­dorn­schen Lehns­gut zu Nie­der­mar­pe be­lehnt. Er starb 1770 kin­der­los.

Lud­wig von Bi­scho­pinck (1731–1800), Nef­fe von Jo­hann Adolf, wur­de 1763 mit dem Gut Nie­der­mar­pe be­lehnt. 1799 über­trug er Nie­der­mar­pe nicht sei­nem Sohn Ma­thi­as, son­dern sei­ner Toch­ter Ma­ria und de­ren Ehe­mann, was je­doch vom Le­hens­ge­ber nicht an­er­kannt wur­de.

Ma­thi­as von Bi­scho­pinck (1771–1850) konn­te da­her mit Er­folg das Gut Nie­der­mar­pe auf ge­richt­li­chem Wege wie­der­ge­win­nen. 1841 ver­kauf­te er das in­zwi­schen Al­lod-Ei­gen­tum ge­wor­de­ne Gut an die Päch­ter.

Die Fa­mi­lie von Bi­scho­pink zu Cob­ben­ro­de exis­tiert bis heu­te.

Sonstige Linien

Es gab wei­te­re Li­ni­en der Fa­mi­lie, von de­nen die von Bi­scho­pinck zur Get­ter noch blü­hen. Da­ne­ben ent­stand durch die Aus­wan­de­rung des Tho­mas von Bi­scho­pink zu Nün­ning im 16. Jahr­hun­dert eine Li­nie in Li­tau­en und Po­len, der bis heu­te un­ter dem Na­men Bis­ping (auch Bis­ping von Gal­len bzw. Bis­ping von Ga­len) in meh­re­ren eu­ro­päi­schen Län­dern, in den USA und in Ka­na­da zahl­rei­che Mit­glie­der an­ge­hö­ren.

Wappen

  • Das äl­te­re Wap­pen zeigt zwei in Form ei­nes An­dre­as­kreu­zes ge­stell­te Bi­schofs­stä­be, die von ei­nem Quer­bal­ken über­legt sind. Im Rat­haus zu Müns­ter ist das Wap­pen in den Far­ben der Stadt Müns­ter dar­ge­stellt: Gold-Rot-Sil­ber. Mög­lich sind auch Gold-Rot-Gold, wie das Bis­tum. Die ge­naue Farb­ge­bung ist nicht be­kannt, da das Wap­pen nur in ei­nem Wachs­sie­gel von 1322 über­lie­fert ist.
  • Seit An­fang des 15. Jahr­hun­derts über­nah­men die Bi­scho­pincks das Wap­pen des müns­ter­schen Stadt­adel­ge­schlech­tes (Erb­män­ner) Ryke (de Rike): Im gold­ge­ran­de­ten blau­en Schil­de drei (2:1) gol­de­ne Li­li­en. Auf dem Helm mit blau-gol­de­nen De­cken zwei schwar­ze Flü­gel, von de­nen je­der mit 10 sil­ber­nen Rau­ten be­legt ist.

Weitere Namensträger

  • Gott­fried Bi­scopinck, Bür­ger­meis­ter von Müns­ter 1324, 1333, 1336 und 1342
  • Gott­fried Bi­scopinck, Bür­ger­meis­ter von Müns­ter 1362 und 1375
  • Arndt Bi­scho­pinck, Bür­ger­meis­ter von Müns­ter 1388, 1395 und 1400
  • Jo­han­nes Bi­scho­pinck, Bür­ger­meis­ter von Müns­ter, 1421 und 1433
  • Bert­hol­dus Bi­scho­pinck, Stu­dent in Er­furt 1434, fürst­bi­schöf­li­cher Stadt­rich­ter in Müns­ter 1437–1438 und 1460–1473, Bür­ger­meis­ter von Müns­ter 1448–1450
  • Eber­hard Bi­scho­pinck zur Geist, Stu­dent in Er­furt 1463, Bür­ger­meis­ter von Müns­ter 1490, Herr auf Haus Geist, nach dem das Geist­vier­tel in Müns­ter be­nannt wur­de
  • Lub­bert Bi­scho­pink, Land­kom­tur und Statt­hal­ter des Deut­schen Or­dens in West­fa­len, Kom­tur zu St. Ge­or­gen auf dem Bis­ping­hof, im 15. Jh.
  • Hin­ri­cus Bi­scho­pinck, fürst­bi­schöf­li­cher Stadt­rich­ter zu Müns­ter 1514
  • Jo­han­nes Bi­scho­pinck, Stifts­herr im Kol­le­gi­at­stift St. Mar­ti­ni in Müns­ter 1524, Ti­tu­lar­bi­schof von Co­nen (epi­scopus co­nen­sis), Weih­bi­schof zu Müns­ter, Os­na­brück und Min­den 1537–1543, Stell­ver­tre­ter sei­nes Fürst­bi­schofs Franz von Wal­deck in al­len geist­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten. Nach den Wie­der­täu­fer­un­ru­hen hat er den Dom und die meis­ten Kir­chen Müns­ters neu ge­weiht. Sein Epi­taph in der Ma­ri­en­ka­pel­le am Dom mit der Jah­res­zahl 1540, das die Hei­li­gen Drei Kö­ni­ge zeigt, wur­de be­reits zu Leb­zei­ten ge­fer­tigt.
  • Ever­hardus Bi­scho­pinck, Wein­herr von Müns­ter 1503–1512
  • Jo­han­nes Bi­scho­pinck, fürst­bi­schöf­li­cher Stadt­rich­ter 1508–1525, Käm­me­rer 1529–1531 und Bür­ger­meis­ter von Müns­ter
  • Her­mann von Bi­scho­pink zu Nün­ning, gest. 1616, fürst­bi­schöf­li­cher Sie­gel­be­wah­rer (bis 1616), Ge­ne­ral­vi­kar (bis 1612) und Of­fi­zi­al zu Müns­ter, De­chant am Al­ten Dom
  • Hen­rich Bi­scho­pinck, pro­mo­vier­ter Rat und As­ses­sor des Welt­li­chen Hof­ge­rich­tes in Müns­ter 1650
  • Bern­hard Bi­scho­pinck, (* 31. Ja­nu­ar 1690/92 in Borken/Westfalen, † ca. 1746 in Man­ga­lo­re, In­di­en), Theo­lo­ge, Je­su­it und Mis­sio­nar in In­di­en.
  • Jo­hann Bi­scho­pink, Ti­tu­lar­bi­schof von Au­re­lio­po­lis, Weih­bi­schof und 1. Me­tro­po­li­tan­vi­kar zu Os­na­brück, Li­cen­ti­at bei­der Rech­te, apos­to­li­scher Pro­to­no­tar (1613–1667)
  • Si­mon von Bi­scho­pink zu Telg­te, 1727–1728 Fürst­abt von Wer­den und Helm­stedt.
  • Adam Bis­ping zu Strub­ni­ca, 1782–1858, Herr auf Strub­ni­ca bei Grod­no, Eh­ren-Oberst des 20. Li­taui­schen Fü­si­lier­re­gi­men­tes.
  • Ka­zi­mierz Bis­ping zu Strub­ni­ca, geb. 24. Fe­bru­ar 1887, gest. in ei­nem so­wje­ti­schen Ge­fan­ge­nen­la­ger am 21. April 1941, Herr auf Strub­ni­ca, Se­na­tor der Re­pu­blik Po­len.
  • Jan Bis­ping zu Mas­sal­a­ny, geb. 30. Ja­nu­ar 1880, gest. 1940, Ma­jo­rats­herr zu Mas­sal­a­ny, päpst­li­cher Kam­mer­herr (Ca­mer­rie­re di Sua San­ti­ta). Mit sei­ner zwei­ten Ehe­frau Ma­ria Grä­fin Zamoys­ka, ver­wit­we­te Fürs­tin Rad­zi­will, hat­te er 14 Kin­der.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Bi­scho­pinck aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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1 Kommentar

    • André Heitmann-Möller on 7. Januar 2019 at 6:11
    • Antworten

    Vie­len Dank für den in­ter­es­san­ten Bei­trag. Mei­ne Fa­mi­lie führt auch die Bi­scho­pincks zu Cob­ben­ro­de in der Ah­nen­lis­te. Hier hei­ra­te­te eine weib­li­che Bi­scho­pinck in die Fa­mi­lie Deu­ten­berg hin­ein.

    Vie­le Grü­ße

     

    An­dré Heit­mann-Möl­ler

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