Beverförde zu Werries

Die Be­ver­för­de zu Wer­ries wa­ren ein west­fä­li­sches Adels­ge­schlecht. Der Name „Be­ver­för­de“ kommt aus den Nie­der­lan­den. Der Bi­ber heißt auf Nie­der­län­disch und Nie­der­deutsch ‚be­ver‘ und För­de ist gleich­be­deu­tend mit Bucht: als Bi­ber­bucht. Da­her auch der Bi­ber auf dem Wap­pen­schild.

Geschichte

Wap­pen de­rer von Be­ver­för­de

Durch die Hei­rat mit So­phia von Torck ließ sich 1464 der aus der hol­län­di­schen Pro­vinz Over­ijs­sel stam­men­de Gerd von Be­ver­för­de auf Haus Ober­wer­ries, ei­nem Lim­bur­ger Le­hen, nie­der. 1616 er­war­ben die Be­ver­för­den das nörd­lich der Lip­pe ge­le­ge­ne land­tags­fä­hi­ge Ne­heim­sche Haus über ei­nen bür­ger­li­chen Mit­tels­mann, 1677 auch den Burg­sitz Un­ter­wer­ries und ver­ei­nig­ten da­mit bei­de Häu­ser wie­der in ei­ner Hand. Der da­ma­li­ge Guts­herr auf Ober­wer­ries hat­te 1667 mit dem Neu­bau von Schloss Ober­wer­ries be­gon­nen, den sei­ne Wit­we Ida von Plet­ten­berg, eine Schwes­ter des müns­ter­schen Fürst­bi­schofs Fried­rich Chris­ti­an von Plet­ten­berg, 1684/92 voll­enden ließ. Das Haus Nie­der­wer­ries wur­de 1733 zu­guns­ten des Bau­ma­te­ri­als ab­ge­ris­sen.

Ida Ma­ri­as Sohn, Bern­hard En­gel­bert Chris­ti­an von Be­ver­för­de-Wer­ries (1665–1705) war seit 1699 im Hoch­stift Müns­ter Ge­hei­mer Rat so­wie Land- und Kriegs­rat. Er hei­ra­te­te 1699 Eli­sa­beth Anna Theo­do­ra von Neu­hoff zu Wen­ge († 1706), die die Gü­ter zu Wen­ge, Bön­ning­hau­sen, Nier­ho­fen so­wie die Burg­manns­sit­ze zu Horst­mar und Nien­borg in die Ehe ein­brach­te. Den­noch ge­lang es der Fa­mi­lie nicht, als Reichs­stand Fuß zu fas­sen.

Bern­hards Sohn Fried­rich Chris­ti­an von Be­ver­för­de zu Wer­ries, auch „der tol­le Wer­ries“ ge­nannt, brach­te es bis zum preu­ßi­schen Staats­mi­nis­ter. 1733 ver­wi­ckel­te er sich in ein Du­ell. 1768 starb er kin­der­los, wo­mit das Haus aus­starb. Kurz vor sei­nem Tod setz­te er am 24. Ja­nu­ar 1768 sei­nen ein­jäh­ri­gen Vet­ter Fried­rich Cle­mens von El­ver­feldt zu Dah­l­hau­sen und Stein­hau­sen tes­ta­men­ta­risch als Uni­ver­sal­er­ben ein, des­sen Va­ter Karl Fried­rich von El­ver­feldt ihn einst vor ei­nem Er­schie­ßungs­kom­man­do ge­ret­tet hat­te. Der tes­ta­men­ta­risch Be­dach­te und sei­ne Nach­kom­men nah­men den Na­men des Erb­las­sers an und nann­ten sich fort­an El­ver­feldt ge­nannt von Be­ver­fo­er­de zu Wer­ries.

Bedeutende Namensträger

  • Bern­hard En­gel­bert von Be­ver­för­de zu Wer­ries
  • Bern­hard En­gel­bert Chris­ti­an von Be­ver­för­de-Wer­ries
  • Fried­rich Chris­ti­an von Be­ver­för­de zu Wer­ries

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Be­ver­för­de zu Wer­ries aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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