Berninghausen

Wappen der von Berninghausen

Wap­pen de­rer von Ber­ning­hau­sen

Die Fa­mi­lie von Ber­ning­hau­sen oder auch Be­ring­hau­sen war ein al­tes west­fä­li­sches Adels­ge­schlecht mit Schwer­punkt in der Graf­schaft Arns­berg und dem Her­zog­tum West­fa­len.

Geschichte

Be­nannt ist es nach dem Rit­ter­sitz Be­ring­hau­sen in der Graf­schaft Arns­berg im Kirch­spiel Remb­linghau­sen. Ein Hein­rich von Ber­ning­hau­sen war um 1313 der ers­te be­kann­te Na­mens­trä­ger. Er war Lehns­mann der Gra­fen von Arns­berg und er­scheint im Gü­ter­ver­zeich­nis von Graf Wil­helm von Arns­berg. Im Gü­ter­ver­zeich­nis von Gott­fried IV. von 1338 war ein Ar­nold Ber­ning­hau­sen auf­ge­führt. Ein Nol­de­kin von Be­ring­hau­sen spiel­te 1368 eine wich­ti­ge Ver­mitt­ler­rol­le beim Ver­kauf der Graf­schaft Arns­berg an das Erz­stift Köln. Er war mög­li­cher­wei­se Ver­wal­ter oder Drost von Evers­berg. In den fol­gen­den hun­dert Jah­ren fin­den sich zahl­rei­che ur­kund­li­che Be­le­ge für die Fa­mi­lie, was für eine re­la­tiv gro­ße Be­deu­tung spricht.

Das Rit­ter­gut Be­ring­hau­sen selbst um­fass­te nicht nur Be­sitz in Be­ring­hau­sen selbst, son­dern auch in an­de­ren Or­ten. Er reich­te bis an die Gren­zen von Wehr­sta­pel und Vel­me­de. Es han­del­te sich so­mit um ei­nen recht statt­li­chen Be­sitz. Das Ge­schlecht teil­te sich in ver­schie­den Zwei­ge. Die­se be­sa­ßen zu­min­dest zeit­wei­se ne­ben dem Stamm­sitz auch Schloss Laer, Rit­ter­sit­ze in Es­ting­hau­sen, Ant­feld, Ei­ckel­born, Men­zel, Me­sche­de, War­me­cke und Ge­ve­ling­hau­sen. Ein im Raum Rüt­hen an­säs­si­ger Fa­mi­li­en­zweig hat­te auch Burg­manns­le­hen der Burg Rüt­hen und städ­ti­sche Äm­ter. Sie hat­ten auch Dienst­manns­le­hen in Al­ten­rüt­hen inne.

Als Teil des Stifts­adels ge­hör­ten auch eine Rei­he von Geist­li­chen der Fa­mi­lie an. Bis zur Um­wand­lung in ein Kol­le­gi­at­stift männ­li­cher Ka­no­ni­ker im Jahr 1310 wa­ren weib­li­che Mit­glie­der der Fa­mi­lie Ka­no­nis­sen im Stift Me­sche­de. Ein Al­bert von Ber­ning­hau­sen war Dom­herr in Müns­ter. Ein wei­te­rer Al­bert war zwi­schen 1392 und 1432 Propst des Kol­le­gi­at­stifts Me­sche­de. Ein Ar­nold war dort von 1433 bis 1470 Propst. Ein Ge­org war zu Be­ginn des 16. Jahr­hun­derts Dom­herr in Pa­der­born und Müns­ter. Ein Ar­nold war Abt des Klos­ter Graf­schaft und ein Kon­rad von Ber­ning­hau­sen war Ka­no­ni­ker in Xan­ten. Ein Diet­rich von Ber­ning­hau­sen war zwi­schen 1585 und 1616 Abt in Cor­vey.

Letz­ter be­deu­ten­der Ver­tre­ter der Stamm­li­nie war Hen­ne­ke von Ber­ning­hau­sen. Er er­warb un­ter an­de­rem Schloss Laer und starb 1483. Da er kei­ne männ­li­chen Er­ben hat­te, schenk­te er und sei­ne Frau ei­nen Teil des Al­lo­di­al­be­sit­zes dem Klos­ter Ga­li­läa.

Der Zweig der Fa­mi­lie am Stamm­sitz er­losch nach neue­ren An­ga­ben be­reits im 16. Jahr­hun­dert und nicht erst im 17. Jahr­hun­dert. Der Be­sitz kam durch eine Toch­ter Ama­lia an die Fa­mi­lie von Schnel­len­berg. Nach ver­schie­de­nen Zwi­schen­sta­tio­nen erb­ten die­se 1737 die Fa­mi­lie von Gau­gre­ben zu Alme.

Wappen

Das Wap­pen zeigt in Gold drei (2:1) rote Schlä­gel. Auf dem Helm mit rot-gol­de­nen De­cken und Wulst eine rot ge­klei­de­te, gold ge­krön­te Pup­pe, die zwei gol­de­ne Hir­ten- oder Pil­ger­stä­be auf den Wulst stützt.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Ber­ning­hau­sen aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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