Bernefuer

Wappen der von Bernefuer

Wap­pen der von Berne­fu­er

Berne­fu­er (al­ter­na­tiv Berne­für, Berne­füer, Berne­feur oder Berne­feu­er, auch vor­ne mit „a“ und am Be­ginn der End­sil­be mit „v“ ge­schrie­ben) ist der Name ei­nes west­fä­li­schen Adels­ge­schlech­tes, das aus Mi­nis­te­ria­len her­vor­ge­gan­gen ist, die im Diens­te der Graf­schaft Ol­den­burg stan­den. Au­ßer in der ehe­ma­li­gen Graf­schaft Ol­den­burg fin­den sich Spu­ren de­rer von Berne­fu­er im ehe­ma­li­gen Nie­der­stift Müns­ter so­wie im ehe­ma­li­gen Hoch­stift Os­na­brück.

Namensbedeutung

Auf Hoch­deutsch be­deu­tet das nie­der­deut­sche Wort Berne­fu­er „bren­nen­des Feu­er“.

Geschichte

Das ers­te ur­kund­lich er­wähnt Mit­glied des Adels­ge­schlechts ist der um 1245 ge­bo­re­ne Ni­ko­laus von Berne­fu­er. Ei­nen ers­ten Hö­he­punkt ih­rer Be­deu­tung er­lang­te die Fa­mi­lie un­ter Rem­bert I. (ca. 1405 bis ca. 1488). Die­ser Drost des Gra­fen von Ol­den­burg mit Amts­sitz in Wil­des­hau­sen hei­ra­te­te 1431 Met­te von Wulfs­fle­te, eine na­tür­li­che Toch­ter des Gra­fen Diet­rich. Rem­bert I. war 1440 Mit­glied im Re­gent­schafts­rat für die un­mün­di­gen Söh­ne sei­nes Schwie­ger­va­ters und 1470 für die Söh­ne des in Dä­ne­mark wei­len­den Gra­fen Gerd. Zu die­sem Zeit­punkt leb­te die Fa­mi­lie süd­lich der Stadt Ol­den­burg.

Um 1500 war die Fa­mi­lie so wohl­ha­bend, dass Rem­berts Sohn Jo­hann (ca. 1442 bis ca. 1492), Drost zu Del­men­horst, 1492 für Chris­ti­an von Ol­den­burg als Bür­ge ein­tre­ten konn­te. Un­ter an­de­rem ge­hör­te ihr das Barn­e­füh­rer Holz bei Sand­krug, ein Wald, der im 15. Jahr­hun­dert nach der Fa­mi­lie be­nannt wor­den war. Erst 1513 wa­ren die Schul­den, die die Gra­fen von Ol­den­burg bei den Berne­fu­ers hat­ten, rest­los ab­be­zahlt.

In die­ser Zeit ver­leg­te ein Zweig der Fa­mi­lie sei­nen Le­bens­schwer­punkt von War­den­burg nach Brock­dorf im da­ma­li­gen Nie­der­stift Müns­ter, wo die Hof­stel­le Quer­len­burg um 1550 in eine Was­ser­burg um­ge­baut wur­de. Als ers­ter „Herr zu Quer­len­burg“ wird in Do­ku­men­ten Vin­zenz von Berne­fu­er (1482 bis 1580) be­zeich­net, Rem­berts I. Ur­en­kel. Gleich­wohl war auch Rem­bert III. (ca. 1505 bis ca. 1568) Drost der Gra­fen von Ol­den­burg. Nach dem Tod Rem­berts IV (ge­bo­ren ca. 1537) um 1600 ging die Herr­schaft über Quer­len­burg zu­nächst auf des­sen Schwie­ger­sohn aus dem Ge­schlecht der Dor­ge­lo über, spä­ter auf die Fa­mi­li­en von Jem­gum und von Ga­len. Nach­dem die Ol­den­bur­ger Vech­ta 1538 über­fal­len und bei die­ser Ge­le­gen­heit das dor­ti­ge Klos­ter der Au­gus­ti­ne­rin­nen ver­brannt hat­ten, ließ Vin­zenz von Berne­fu­er für die Non­nen ein neu­es Klos­ter er­rich­ten. Im Ge­gen­zug durf­te er auf dem Ge­län­de der Schagen­burg in Vech­ta ein Haus für sei­ne Fa­mi­lie er­rich­ten, das Jobst von Berne­fu­er noch 1615 be­wohn­te.

Vin­zenz‘ Bru­der Joest bzw. Jobst (ca. 1480 bis 1562) ließ sich in der Stadt Os­na­brück nie­der, de­ren Bür­ger­meis­ter er 1542 und 1556 war. Auch Joests Sohn Erd­win (ca. 1517 bis 1589) war Bür­ger­meis­ter von Os­na­brück, und zwar nach­weis­lich im Jahr 1587.

Um 1630 ist das Ge­schlecht er­lo­schen.

Wappen

Das Wap­pen zeigt ei­nen acht­mal ge­stän­der­ten Schild mit un­be­kann­ter Tink­tur. Auf dem Helm mit De­cken zwei Strau­ßen­fe­dern.

Mecklenburgisches Geschlecht

Ein meck­len­bur­gi­sches Adels­ge­schlecht na­mens Barne­fu­er (über­wie­gend mit „a“, ge­le­gent­lich aber auch Berne­fu­er ge­schrie­ben), starb um 1500 aus. Da die­ses Ge­schlecht ein an­de­res Wap­pen führ­te (näm­lich fünf bren­nen­de und an­ein­an­der ge­bun­de­ne Fa­ckeln, de­ren mitt­le­re et­was län­ger als die an­de­ren ist), ist es sehr wahr­schein­lich nicht mit den west­fä­li­schen Berne­fu­ers stam­mes­ver­wandt.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Berne­fu­er aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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