Wasserburg

 

Als Was­ser­burg oder Was­ser­schloss wer­den Bur­gen be­zie­hungs­wei­se Schlös­ser be­zeich­net, de­ren Are­al all­sei­tig von Was­ser­grä­ben oder na­tür­li­chen Ge­wäs­sern um­ge­ben ist. To­po­gra­phisch ge­hö­ren Was­ser­bur­gen zum Typ der Nie­de­rungs­bur­gen. In West­fa­len wer­den die­se Grä­ben auch Gräf­ten ge­nannt, in den Nie­der­lan­den Grach­ten.

Man kann un­ter­schei­den zwi­schen Was­ser­bur­gen, die durch künst­li­che Was­ser­grä­ben oder Tei­che ge­schützt sind (an­ge­leg­ter Schutz) oder Was­ser­bur­gen, de­ren Haupt­schutz durch Fluss­läu­fe her­ge­stellt wird oder die sich auf In­seln in Wei­hern oder Seen be­fin­den (na­tür­li­cher Schutz).

Das Was­ser dient bei Bur­gen die­ser Art als An­nä­he­rungs­hin­der­nis. Ab­ge­se­hen da­von war das reich­li­che Vor­han­den­sein von Was­ser bei Be­la­ge­run­gen von Vor­teil. Eine sol­che Burg hat­te meist nur ei­nen Zu­gang, der über eine Zug­brü­cke führ­te, die im Fal­le ei­nes An­griffs zum Schutz hoch­ge­zo­gen wur­de. Die­se Was­ser­bur­gen hat­ten teil­wei­se fes­tungs­ar­ti­gen Cha­rak­ter. Das Wei­her­haus ist ein klei­ner, spät­mit­tel­al­ter­li­cher Son­der­ty­pus des Fes­ten Hau­ses mit Was­ser­gra­ben.

Vie­ler­orts wur­den in Mit­tel­eu­ro­pa die ehe­mals wehr­haf­ten Bur­gen im Lau­fe der Zeit zu vor­wie­gend der Re­prä­sen­ta­ti­on und Wohn­zwe­cken die­nen­den Schlös­sern um­funk­tio­niert oder um­ge­baut. Die prä­gen­den Was­ser­grä­ben ver­lo­ren so­mit ihre ur­sprüng­li­che Schutz­funk­ti­on, wur­den in ei­ni­gen Fäl­len je­doch als Ele­ment der Land­schafts­ge­stal­tung be­wahrt. Heu­te wer­den sie im Rah­men des Denk­mal­schut­zes oft­mals als be­las­ten­de, weil durch Was­ser­schä­den an den Fun­da­men­ten­kos­ten­in­ten­si­ve, „his­to­ri­sche Alt­las­ten“ be­schrie­ben. Ins­be­son­de­re seit den 1960er Jah­ren sind da­her in Deutsch­land vie­le Grä­ben ent­wäs­sert oder, sel­te­ner, ver­füllt wor­den.

Lizenz

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 Veröffentlicht von am 11:22 über 26. September 2017

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