Gräfte

Gräf­te ist die west­fä­li­sche Be­zeich­nung für ei­nen Was­ser­gra­ben, der ur­sprüng­lich ei­nen Adels­sitz zu Ver­tei­di­gungs­zwe­cken um­gab. In spä­te­ren Zei­ten konn­ten Gräf­ten Be­stand­teil der Gar­ten­ge­stal­tung im Um­feld von Was­ser­schlös­sern sein. Bei ei­ni­gen Adels­sit­zen war die Gräf­te auch gleich­zei­tig der Müh­len­teich für die herr­schaft­li­che Korn­müh­le als Bann­müh­le.

Auch bäu­er­li­che Höfe wa­ren in der Nord­hälf­te West­fa­lens oft­mals von Gräf­ten um­ge­ben. Die höchs­te Dich­te sol­cher Gräf­ten­hö­fe fand sich um 1820 zwi­schen Ruhr und Lip­pe und im mitt­le­ren Müns­ter­land.

In Soest ist der ehe­ma­li­ge Was­ser­gra­ben der Stadt­be­fes­ti­gung tro­cken­ge­legt, an sei­ner Stel­le be­fin­det sich heu­te eine Art Pro­me­na­de zu Fü­ßen der Wäl­le. Grün­an­la­ge und Weg wer­den heu­te im­mer noch als Gräf­te be­zeich­net.

Wortherkunft

Das ehe­ma­li­ge nie­der­deut­sche Wort Graft für Gra­ben und das nie­der­län­di­sche Gracht sind ver­wandt. Der Un­ter­schied ent­stand durch Laut­ver­schie­bung von ft zu cht.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Gräf­te aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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