Domherr

Dom­herr (auch la­tei­nisch Do­mic­el­la­ri­us) ist ein (geist­li­ches) Amt in der ka­tho­li­schen Kir­che und ein Eh­ren­amt in der evan­ge­li­schen Kir­che.

Vor dem 19. Jahr­hun­dert be­zeich­ne­te der Ti­tel zu­meist ade­li­ge Män­ner, die eine Dom­her­ren- oder Do­mi­zella­ri­us-Prä­ben­de be­sa­ßen, also das An­recht auf be­stimm­te Be­zü­ge. Dom­her­ren wa­ren also nicht un­be­dingt Ka­pi­tu­la­re, ja nicht ein­mal un­be­dingt ge­weiht, son­dern nur Be­am­te geist­li­cher Fürs­ten, wes­halb auch Kin­der und Ju­gend­li­che, die Chor- oder Klos­ter­schu­len be­such­ten, nach der Fir­mung und Ton­su­rie­rung Zella­rii wur­den. Man un­ter­schied – manch­mal auch im Chor­ge­stühl ge­trenn­te – welt­li­che und geist­li­che Dom­her­ren. Letz­te­re durf­ten die schwar­ze Sou­ta­ne tra­gen und konn­ten in das Dom­ka­pi­tel auf­ge­nom­men wer­den, was man aus den Le­bens­läu­fen meh­re­rer Würz­bur­ger Dom­her­ren (z. B. Jo­hann Phil­ipp von Fran­ken­stein, Jo­hann Adolph von Het­ters­dorf oder Jo­hann von Wolfs­keel) schlie­ßen kann. Als Dom­ka­pi­tu­la­re tru­gen sie dun­kel­vio­let­te, bis 1867 dun­kel­grü­ne Sou­ta­nen und Pi­leo­li.

Lizenz

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