Auslucht

Die Aus­lucht (nie­der­deutsch Ut­lucht) ist ein be­fens­ter­ter Vor­sprung aus der Ge­bäu­de­front als Teil des In­nen­rau­mes. Als Son­der­form des Er­kers be­ginnt sie nicht aus­kra­gend, son­dern eben­erdig. Da­her spricht man auch von ei­nem Stan­der­ker. All­seits mit gro­ßen Fens­tern aus­ge­stat­tet, er­mög­licht die Aus­lucht ei­nen Ein­blick in die Stra­ße. Aus­luch­ten konn­ten ein-, zwei- oder drei­ge­schos­sig sein oder vier­ge­schos­sig (Fürst­li­ches Re­si­denz­schloss Det­mold).

Da­ne­ben wer­den auch Quer­dach­gie­bel über Sei­ten­schif­fjo­chen von Kir­chen als Aus­lucht be­zeich­net.

Vorkommen

Deutschland und Nachbarländer

Aus­luch­ten sind seit dem 16. Jahr­hun­dert nach­weis­bar. Man fin­det sie vor al­lem an nie­der­deut­schen Bür­ger­häu­sern. Be­son­ders zahl­reich sind Aus­luch­ten noch heu­te in Lem­go, Tøn­der und Ar­nis an­zu­tref­fen. Da­ne­ben wa­ren auch vie­le Schlös­ser (z. B. Schloss Va­ren­holz), Rat­häu­ser (z. B. Rin­teln) und Adels­hö­fe der Re­nais­sance­zeit mit der­ar­ti­gen Vor­bau­ten ver­se­hen (sie­he auch We­ser­re­nais­sance).

Die Er­rich­tung von Aus­luch­ten wur­de im 18. Jahr­hun­dert aus Grün­den des Brand­schut­zes un­ter­sagt. Aus­luch­ten fan­den dann wie­der in den his­to­ri­sie­ren­den Bau­sti­len der Grün­der­zeit so­wie in den Jahr­zehn­ten da­nach Ver­wen­dung.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Aus­lucht aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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