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Barockschloss

Das Zeitalter des Barock begann im 17. Jahrhundert und ging einher mit dem Aufblühen des Absolutismus. Die Fürsten konzentrierten immer mehr Macht in ihren Händen und wollten diese durch repräsentative Bauten zum Ausdruck bringen. Die Symmetrie wurde zum Kanon und die Ebenmäßigkeit der Schlösser der ausgehenden Renaissance zum Diktat. Ganze Städte wurden jetzt auf die Barockschlösser ausgerichtet, die nicht nur zum Mittelpunkt von ganzen Landstrichen, sondern auch von Kultur, Politik und Gesellschaft wurden. Das berühmteste Beispiel ist das Schloss Versailles, von welchem man sich in ganz Europa inspirieren ließ und es zum Vorbild nahm, beeindruckende Beispiele finden sich im italienischen Palast von Caserta, im deutschen Schloss Rastatt oder im russischen Peterhof. Das Ideal wurde jedoch nur in den seltensten Fällen verwirklicht.
Die Bauwerke schmückte man überbordend mit Säulen, Pilastern und Statuen; während das Barock in England und Frankreich sowie in Norddeutschland und Skandinavien jedoch recht streng umgesetzt wurde und eine sachliche, klassizistische Dynamik entwickelte, war die Schlossarchitektur vor allem katholisch geprägten Europa sehr bewegt und die Fassaden sprühten oft vor Ideen und Detailreichtum. Im Inneren der Gebäude waren Folgen von Paradezimmern und Festsälen untergebracht, rhythmisch steigerten sich die Nebengebäude und Seitenflügel zum großen Corps de Logis im Zentrum, dem meist ein großer Ehrenhof vorgelagert war. Der Grundriss wurde selbst zum Ornament und gigantische Schlossparks verlängerten die Architektur nach außen in die Natur. Die Epoche endete mit dem Rokoko, welches die Kunst des Barock spielerisch zur letzten Blüte


