Nov 08 2017

Anna Franziska von Ketteler

Wappen derer von Ketteler

Wap­pen de­rer von Ket­te­ler

Anna Fran­zis­ka von Ket­te­ler (* 18. April 1755 auf Schloss Har­kot­ten bei Sas­sen­berg; † 14. April 1835 in Müns­ter) war die letz­te Äb­tis­sin des frei­welt­li­chen Da­men­stifts Fre­cken­horst.

Familie

Anna Fran­zis­ka wur­de als Toch­ter des Gos­win Lub­bert von Ket­te­ler (* 1719, † 1775) und sei­ner Ge­mah­lin Bern­har­di­na Do­ro­thea von Korff, ei­ner Schwes­ter der vor­her­ge­hen­den Äb­tis­sin des Stifts Fre­cken­horst (Fran­cis­ca Lu­cia Korff zu Har­kot­ten und Stör­me­de), ge­bo­ren. Von den fünf Brü­dern und Schwes­tern streb­ten drei Kin­der eine geist­li­che Lauf­bahn an: Ihre Schwes­ter Agnes Bern­har­di­na wur­de eben­falls Stifts­da­me in Fre­cken­horst. Mat­thi­as Be­ne­dikt (* um 1751, † 1802), war Dom­herr zu Müns­ter, Os­na­brück und Hil­des­heim. Wil­helm Ar­nold war Dom­herr zu Müns­ter, Pa­der­born und Hil­des­heim. Ihr Bru­der Cle­mens Au­gust († 1815), ver­hei­ra­tet mit Ma­ri­an­ne von Ga­len, ver­wit­we­te von Plet­ten­berg, ist der Groß­va­ter des spä­te­ren Main­zer Bi­schofs Wil­helm Em­ma­nu­el von Ket­te­ler. Ihre Schwes­ter Ma­ria Anna († 1821) hei­ra­te­te 1773 Cas­par Fried­rich von Bö­sela­ger zu Eg­ger­müh­len.

Werdegang

Die Wahl der letz­ten Äb­tis­sin des Stifts Fre­cken­horst fand am 2. April 1799 statt. Anna Fran­zis­ka hat­te am 11. No­vem­ber 1760 nach dem Tode von Theo­do­ra B. F. M. Schencking eine Prä­ben­de in Fre­cken­horst er­hal­ten und war am 5. Sep­tem­ber 1768 eman­zi­piert wor­den. Der Or­di­na­ri­us er­teil­te am 15. Mai 1799 sei­ne Be­stä­ti­gung zur Äb­tis­sin­nen­wahl. Am 22. Juli 1799 un­ter­zeich­ne­te die Äb­tis­sin die Wahl­ka­pi­tu­la­ti­on.

Nach nur drei Jah­ren im Amt kün­dig­te sich das Ende des Stif­tes an, als am 3. Au­gust 1802 der Kö­nig von Preu­ßen den öst­li­chen Teil des Ober­stif­tes Müns­ter, zu dem Fre­cken­horst ge­hör­te, in Be­sitz nahm. Am 25. Fe­bru­ar 1803 wur­de das Fürst­bis­tum Müns­ter end­gül­tig für auf­ge­ho­ben er­klärt und die Ein­zie­hung der Stif­ter und Klös­ter mit ge­wis­sen Ein­schrän­kun­gen dem neu­en Lan­des­herrn an­heim­ge­stellt. Die Staats­be­hör­den über­nah­men eine Art von Ober­auf­sicht über die Stifts­an­ge­le­gen­hei­ten. Die Ka­bi­netts­ord­re vom 7. März 1805 sah noch un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen die Bei­be­hal­tung des Stif­tes als Ver­sor­gungs­an­stalt für be­dürf­ti­ge ad­li­ge Da­men al­ler Kon­fes­sio­nen vor, je­doch ver­füg­te die Re­gie­rung des Groß­her­zog­tums Berg, zu dem Fre­cken­horst seit 1808 ge­hör­te, am 13. Au­gust 1811 die end­gül­ti­ge Auf­he­bung des Da­men­stif­tes.

Die Ein­künf­te der Äb­tis­sin be­lie­fen sich zu die­ser Zeit auf jähr­lich 21.260 fr. Sie er­hielt eine Pen­si­on und zog sich nach Müns­ter zu­rück, nach­dem sie im An­schluss an die Auf­he­bung noch ei­ni­ge Zeit in dem 1796 neu er­bau­ten Hau­se des Stifts­amt­manns ver­bracht hat­te. Zu­letzt wohn­te sie im Ket­teler­schen Hof auf dem Al­ten Stein­weg 35 in Müns­ter, den sie im Jah­re 1822 ge­kauft hat­te. Dort starb sie am 14. April 1835 im 80. Le­bens­jahr und wur­de auf dem Lam­ber­ti­kirch­hof bei­ge­setzt.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Anna Fran­zis­ka von Ket­te­ler aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­to­ren ver­füg­bar.

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