Andreas von Fürstenberg

An­dre­as von Fürs­ten­berg, ab 1731 Frei­herr von Fürs­ten­berg (* 7. März 1663 in Li­tau­en; † 11. Ok­to­ber 1738 auf Ho­hen­see) war ein deutsch-bal­ti­scher Of­fi­zier in schwe­di­schen Diens­ten, zu­letzt Ge­ne­ral­ma­jor, Land­rat von Schwe­disch-Vor­pom­mern und Ku­ra­tor der Uni­ver­si­tät Greifs­wald.

Leben

An­dre­as von Fürs­ten­berg stamm­te aus der kur­län­di­schen Li­nie, die ih­rer­seits im 16. Jahr­hun­dert aus der Li­nie Bü­de­rich-Hör­de des west­fä­li­schen Adels­ge­schlechts von Fürs­ten­berg her­vor­ge­gan­gen war, als Fried­rich von Fürs­ten­berg in Kur­land das Gut Med­dum (Me­du­mu, Be­zirk Daugav­pils) er­warb. Sein En­kel Gott­hard Hein­rich (* um 1635; † nach 1708) be­saß das Gut Lasch­men-Po­musch an der Mūša in Li­tau­en und war, so ver­mu­tet Fried­rich von Klo­cke, der Va­ter von An­dre­as von Fürs­ten­berg.

1683 trat er als Mus­ke­tier in schwe­di­sche Mi­li­tär­diens­te. Auch sei­ne Brü­der tra­ten in mi­li­tä­ri­sche Diens­te un­ter­schied­li­cher Mäch­te: Gott­hard Wil­helm war kur­säch­si­scher Leut­nant, Chris­ti­an Ewald schwe­di­scher Ka­pi­tän Ja­kob Adolf hol­län­di­scher Kor­nett, spä­ter Amt­mann in Kur­land, und Ernst Jo­hann fran­zö­si­scher Ka­pi­tän.

Er dien­te in ver­schie­de­nen Re­gi­men­tern, wur­de 1688 Leut­nant, 1690 Ka­pi­tän, 1702 Ma­jor und 1707 Oberst­leut­nant im Kö­ni­gin-Wit­we-Leib­re­gi­ment. Am 28. Mai 1711 wur­de er zum Oberst beim Gou­ver­neur-Re­gi­ment in Wis­mar er­nannt; am 30. Juni 1721 er­folg­te sei­ne Be­för­de­rung zum Ge­ne­ral­ma­jor. We­nig spä­ter, am 10. Juli 1721, nahm er sei­nen Ab­schied.

Am 4. Fe­bru­ar 1699 be­lehn­te ihn Kö­nig Karl XII. mit dem von ihm er­wor­be­nen vor­pom­mer­schen Gut Groß Bün­zow.

Nach 1711 war er ne­ben sei­ner mi­li­tä­ri­schen Tä­tig­keit zu­gleich Land­rat und ab 1721 Ku­ra­tor der Uni­ver­si­tät Greifs­wald. Mit Di­plom vom 14. Juni 1731 wur­de er in den schwe­di­schen Frei­herrn­stand er­ho­ben.

1702 hei­ra­te­te er So­phia Eli­sa­beth, geb. Sel­li­us von Eh­ren­fels, Er­bin von Gut Ho­hen­see und Toch­ter des 1682 ge­adel­ten Di­plo­ma­ten Hein­rich Ernst Sel­li­us von Eh­ren­fels († 1683) und sei­ner Frau Mar­ga­re­tha Ca­tha­ri­na, geb. von Sti­jp­man. Das Paar hat­te fünf Kin­der, dar­un­ter Wil­helm Burk­hard von Fürs­ten­berg († 1766), zu­letzt kur­pfäl­zi­scher Ge­ne­ral­leut­nant, Jo­hann Gus­tav († 1761), zu­letzt kur­pfäl­zi­scher Oberst, und die Toch­ter Mag­da­le­na Eu­phemia (* um 1710), die Ho­hen­see erb­te und hier am 17. Juli 1778 ver­starb. Sie hat­te 1738 Hans Gott­helf Adolf von Kirch­bach (1708–1769) ge­hei­ra­tet. Da die Söh­ne, die bei der Lan­des­hul­di­gung 1754 in Stral­sund an­we­send wa­ren, sämt­lich un­ver­hei­ra­tet blie­ben, fie­len die Gü­ter Ho­hen­see, Groß Bün­zow, Klit­schen­dorf und Pamitz (letz­te­re drei heu­te Orts­tei­le von Klein Bün­zow) an die bei­den Söh­ne Mag­da­le­na Eu­phemi­as mit Hans von Kirch­bach, Hans Ju­li­us (1739–1819) und Hans Gott­hilf (1741–1805) von Kirch­bach. Die Fa­mi­lie von Kirch­bach be­saß die Gü­ter bis 1846.

An­dre­as von Fürs­ten­berg ließ noch zu Leb­zei­ten 1735 für sich und sei­ne Fa­mi­lie eine Grab­ka­pel­le er­rich­te­ten. Sie ist ein An­bau der Kir­che Groß Bün­zow und ist bis heu­te er­hal­ten. Die vom Chor­raum der Kir­che in die Grab­ka­pel­le füh­ren­de Tür dient zu­gleich als sein Epi­taph.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel An­dre­as von Fürs­ten­berg aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

Ähnliche Artikel

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://grosse-drenkpohl.de/andreas-von-fuerstenberg/

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll Up